Vorsicht bei Facebook-Einträgen
Wir haben bereits in einigen Beiträgen angemerkt, dass wir dem weltgrößten Social
Network „Facebook“ mit einer gesunden Portion Misstrauen gegenüberstehen. Obwohl
immer wieder heftig dementiert, soll Facebook alle Daten und Eintragungen von User-
(innen) bis ins kleinste Detail analysieren und speichern.
In unserem Beitrag „Big Brother Facebook“ haben wir über ein Erlebnis berichtet, welches wir selbst mit Facebook hatten. Unsere Warnung bei Facebook-Einträgen größte Vorsicht walten zu lassen ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Pläne des Oberbosses Mark Zuckerberg müssten jeden normaldenkenden Menschen er- schaudern lassen.
Facebook Timeline
Was ursprünglich als Kommunikationsplattform gedacht war, wird langsam aber sicher zu einem Überwachungsinstrument. Mit dem Projekt „Timeline“ sollen User(innen) noch intensiver an den Dienst gebunden werden. Facebook wird automatisch ent- scheiden, was dort zu sehen sein wird.
Das User(innen)- Profil wird komplett neu umgebaut und erhält eine Timeline, in der die Aktivitäten eines Nutzers in zeitlicher Abfolge dargestellt werden. Wir wollen gar nicht mehr näher auf weitere Erstaunlichkeiten dieses Projekts eingehen, da bereits in zahlreichen Medien ausführlich darüber berichtet wird.
Jedenfalls sollte es Nutzer(innen) von Facebook klar sein, dass sie auf dieser Plattform zukünftig ihr Privat- und Intimleben aufgeben werden. Selbst unbedachte Kommentare aus dem Jahre Schnee und Jugendsünden werden auf Facebook Timeline sichtbar blei- ben und dem einen oder anderen in seiner beruflichen oder gesellschaftlichen Karriere das Genick brechen.
Erstaunliche Anfrage
Erstaunlich ist auch, was man bei Facebook schon jetzt von den User(innen) wissen will. Da gibt es zum Beispiel die „Freunde finden – Funktion“, die sich von ganz alleine ein- blendet. Zu diesem Zwecke will man bei Facebook das E-Mail Passwort wissen und versichert gleichzeitig, dass dieses nicht gespeichert wird. Was wird man in Zukunft noch wissen wollen? Den Pin-Code der Kreditkarte oder die Zahlenkombination des Safes?
Screen: facebook.com
Wir selbst nutzten Facebook seit zirka einem halben Jahr als Werbeplattform und unter- hielten zu diesem Zwecke einen Account auf diesem Social Network. Da wir aber nun dieses nicht mehr als Kommunikationsplattform sondern als Überwachungsinstrument an- sehen, haben wir die Konsequenzen daraus gezogen und unser Facebook-Konto gelöscht. Auch die Buttons für „teilen“ und „gefällt mir“ wurden auf ERSTAUNLICH entfernt.
Facebook wird uns zukünftig nur mehr als Informationsquelle dienen. Vielleicht veranlasst der eine oder andere erstaunliche Beitrag, welchen wir dann durch diese Plattform recher- chieren, zum Nachdenken ob man dort wirklich derart bedenkenlos Beiträge einstellen soll.
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2011-09-24