Integrationscamps für Österreicher(innen)


Österreicher(innen) sollten sich schön langsam integrieren

In  unserem  gestrigen Beitrag  „Integrationskurs für Wiener(innen)“  berichteten wir über die
Bemühungen der rot/grünen Wiener Stadtregierung, die Wiener Bevölkerung in ihrer eigenen
Heimatstadt  zur Integration zu animieren.   Dieser Integrationskurs findet im Wiener Strand-
bad Angelibad statt.
 
Offenbar sehen die Stadtväter(mütter) eine Inländerintegration  als leichtere Aufgabe an, als
Zuwander(innen) zu erklären, dass sich diese zu integrieren haben.   Dies beweist auch eine
Aktion im Rahmen der Wiener Festwochen.   Von der  Künstlergruppe „God’s Entertainment“
werden Integrationscamps ausschließlich für Österreicher(innen) angeboten.
 
Screen: festwochen.at
 
Zuerst wird der Anpassungsbedarf der Teilnehmer(innen) ermittelt.  Aus diesem ergibt sich
in welchem Integrationsprogramm teilgenommen werden darf.   Vom Kopftuchtraining über
Zwangsverheiratung  bis  hin zu Heimschächtungen wird  dem/der  Teilnehmer(in) alles ge-
boten.
 
Termine 31. Mai bis 2. Juni, 10 bis 21 Uhr
FÜHRUNGEN 18, 19 und 20 Uhr
SPIELORT Urban-Loritz-Platz, 1070 Wien
 
Termine 7. bis 9. Juni, 10 bis 21 Uhr
FÜHRUNGEN 18, 19 und 20 Uhr
SPIELORT Ecke Mariahilferstraße/Museumsplatz, 1070 Wien

Termine 14. bis 16. Juni, 10 bis 21 Uhr
FÜHRUNGEN 18, 19 und 20 Uhr
SPIELORT Meidlinger Platzl (Ecke Meidlinger Hauptstraße/Niederhofstraße), 1120 Wien
 
Wir können dieser erstaunlichen Bereicherung der Wiener Festwochen, die immerhin massiv
mit Steuergeld gesponsert wird, nichts abgewinnen.   Wir orten in diesen Integrationscamps,
die unter dem Deckmantel Satire verkauft werden, einen sehr ernsten Hintergrund.  Es zeich-
net sich immer mehr ab,  dass sich die österreichische  Bevölkerung an die Zuwander(innen)
anzupassen hat.
 
Auch kann es nicht Sinn der  Wiener Festwochen sein,  für ein derartiges Spektakel herhalten
zu  müssen.  Sollte bei dieser kulturellen Veranstaltung nicht traditionelles Kulturgut aus Wien
dargeboten werden?
 
Ob da Kopftuchtraining, Zwangsverheiratung und Heimschächtungen  darunterfallen, darf stark
angezweifelt werden. Auch glauben wir nicht, dass Touristen unter denen sich auch sehr zahl-
ungskräftiges Klientel befindet,  sich  derartige Darbietungen ansehen wollen.
 
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2012-05-28