Pakete mit Spielzeug und Büchern, palettenweise Unterhaltungselektronik, Flugzeugladungen und Schiffscontainer mit Maschinen- oder Autoteilen – all das verbinden Menschen mit DHL Group, dem weltweit führenden Logistikanbieter. Immer wieder erhält DHL aber auch Aufträge, die aus der Rolle fallen. Hier sind die fünf ungewöhnlichsten Lieferungen des Unternehmens im Jahr 2024.
Von Kenia nach Großbritannien – Schimpansin „Chocolat“ mit Lähmungen findet neues Zuhause
Ein Tier mit einer bewegenden Lebensgeschichte: Im August 2024 transportierte DHL das teilweise gelähmte Schimpansen-Weibchen Chocolat von Kenia ins britische Dorset, wo „Monkey World“ eine Auffangstation für Affen betreibt. Chocolat hatte den illegalen Handel mit Buschfleisch in der Republik Kongo überlebt und war 2001 als Säugling gerettet worden. Wilderer hatten damals ihre Mutter getötet, und Chocolat wurde durch Schrotkugeln verletzt. Seither ist sie an einer Hand und einem Fuß gelähmt. Ihre ursprüngliche Retterin hatte sie in Kenia zwanzig Jahre lang in Obhut genommen. 2024 brauchte Chocolat allerdings einen Platz in einer spezialisierten Einrichtung, die ihr die bestmögliche Betreuung bieten konnte. Chocolats Umzug hatte für DHL höchste Priorität. Die Reise begann mit einem Flug von Nairobi zum britischen Flughafen East Midlands. Anschließend ging es auf dem Landweg weiter nach Dorset. Eine maßgeschneiderte Box sorgte für Chocolats Sicherheit und war mit Obst und Süßkartoffeln ausgestattet. Tierexperten begleiteten die Schimpansin während des gesamten Transports und stellten sicher, dass sie wohlbehalten ankam. In ihrem neuen Zuhause lernte sie sechs andere Schimpansen kennen – eine Familie, wie Chocolat sie seit ihrer Zeit in der Wildnis nicht kannte.
Lizenz zum Liefern – berühmte Requisiten von James Bond reisen von Tschechien nach Österreich
Im August 2024 transportierte DHL mehr als 130 ikonische Requisiten aus der Welt von James Bond von der Prager Ausstellung „Bond in Motion“ zum 330 km entfernten „007 Action“-Event in Wien. Zu den Exponaten gehörten unter anderem 27 Autos, acht Motorräder, Kostüme, Fallschirme – und sogar James Bonds Führerschein. Ein Highlight war der Aston Martin DB5, eines der berühmtesten Autos der Filmgeschichte, das in acht Bond-Filmen eine Rolle spielte – von „Goldfinger“ (1964) bis „Keine Zeit zu sterben“ (2021). Außerdem beförderte DHL das über acht Meter lange Schneemobil, mit dem James Bond sich in „Stirb an einem anderen Tag“ eine halsbrecherische Verfolgungsjagd durch eine Eislandschaft lieferte. Der Hubschrauber, den Bond in „Spectre“ zerstörte, war ebenfalls mit dabei. DHL setzte 22 Lkw ein, darunter spezielle Autotransporter mit hydraulischen Hebebühnen.
Rekord-Umsiedlung – 163 Geier auf dem Landweg durch Südafrika
Eine Tierschutzaktion bricht Rekorde: 163 Kap- und Weißrückengeier zogen im Januar 2024 von einem Reservat bei Pretoria ins „Shamwari“-Wildschutzgebiet am Ostkap Südafrikas um. Die vom Aussterben bedrohten Vögel gelangten dadurch in eine sichere Umgebung, wo sie ungestört brüten und existieren konnten. Der Transport über mehr als 1.000 Kilometer wurde von gemeinnützigen Organisationen unterstützt und war die größte Geier-Umsiedlung aller Zeiten. DHL setzte zwei 34-Tonner sowie fünf Begleit- und Sicherheitsfahrzeuge ein und sorgte dafür, dass die 18-stündige Reise für die seltenen Vögel so stressfrei wie möglich verlief. 50 Freiwillige halfen mit und luden alle Geier innerhalb von drei Stunden auf die Fahrzeuge. Die Initiative ist Teil eines breiter angelegten Projekts zur Wiederherstellung afrikanischer Geierpopulationen.
Symphonie der Logistik – wie die Instrumente des London Philharmonic Orchestra nach Japan kamen
Die Japan-Tournee des London Philharmonic Orchestra im September 2024 war nicht nur ein großes Musik-Event, sondern auch ein forderndes Logistikprojekt. DHL transportierte etwa 60 wertvolle Instrumente, darunter Kontrabässe, Celli, Pauken und eine Harfe, von Großbritannien zur Hamamatsu Act City Concert Hall in Japan. Die Lieferung über etwa 9.500 Kilometer auf dem Luft- und Landweg erforderte akribische Planung. So musste DHL die Temperatur durchgehend zwischen 17 und 21 Grad Celsius halten, damit sich die Holzinstrumente nicht verzogen und keine Risse bekamen. Spezielle Transportboxen waren darauf ausgelegt, Stöße und Erschütterungen zu dämpfen. Trotz eines engen Zeitplans kamen alle Instrumente pünktlich und in einwandfreiem Zustand an. Die Tournee startete in Hamamatsu, ging dann weiter nach Nagoya und Osaka und endete in Tokio.
Elf Container voller Hoffnung – Transport einer mobilen Herzklinik von Deutschland nach El Salvador
Ein ganzes Krankenhaus liefern? Ja, das geht auch. Im Februar 2024 schickte DHL die weltweit erste mobile Herzklinik auf eine Reise über Ozeane – von Bremen nach Zacamil in El Salvador. Entwickelt wurde die Klinik von der Hilfsorganisation Kinderherzen. Das mobile Krankenhaus ermöglicht lebensrettende chirurgische Eingriffe für Kinder mit angeborenem Herzfehler in Weltregionen, in denen darauf spezialisierte Einrichtungen fehlen. Der Transport umfasste elf Container auf dem See- und Landweg. Nach einem zweiwöchigen Aufbau der Klinik begannen Herzchirurgen aus verschiedenen Ländern mit der kostenlosen Behandlung der kleinen Patientinnen und Patienten. Die Klinik blieb bis Mai 2024 in El Salvador, danach transportierte DHL sie weiter nach Burundi in Ostafrika.
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Kontinuierliche Preiserhöhungen
Wie wir von einigen Gastwirten informiert wurden, erhöhte die Firma Brauunion in den
letzten zwei Jahren kontinuierlich die Preise für alkoholische und alkoholfreie Getränke.
Dabei wurden diese Preise erheblich erhöht und als Ausreden dienten gestiegene Roh-
stoffpreise, gestiegene Preise auf dem Energiesektor, erhöhte Transportkosten usw.
Die letzte Preiserhöhung fand mit 1. Dezember 2011 statt. Wir haben uns die Sache
etwas genauer angesehen und einen Preisvergleich angestellt. Als Ware für diesen
Vergleich haben wir ein österreichisches „Grundnahrungsmittel“ – nämlich Bier –
herangezogen. Dabei haben wir die in Österreich gängigsten Sorten berücksichtigt.

Alle obig angeführten Preise sind exklusive Bier- und Mehrwertsteuer. Wir haben die Brutto-
preise ausgerechnet und diese sind wie folgt:
Preis für 1 Kiste (20 Flaschen) Gösser Märzen inkl. Mwst. und Biersteuer: 21,36 Euro
Preis für 1 Karton (24 Flaschen) Heiniken inkl. Mwst. und Biersteuer: 30,89 Euro
umgerechnet auf eine Heiniken 6er-Packung: 7,72 Euro
Preis für 1 Kiste (20 Flaschen) Schwechater Lager inkl. Mwst. und Bierst.: 19,44 Euro
Preis für 1 Kiste (20 Flaschen) Wieselburger Gold inkl. Mwst. und Bierst.: 21,84 Euro
Preis für 1 Kiste (20 Flaschen) Zipfer Urtyp inkl. Mwst. und Biersteuer: 23,28 Euro
Preis für 1 Kiste (20 Flaschen) Zipfer Märzen inkl. Mwst. und Biersteuer: 21,12 Euro
Der Preisvergleich
Wir haben die obigen Bierpreise der Firma Brauunion, welche diese Ware ausschließlich
an Weiterverkäufer abgibt, mit einer Filiale der Lebensmittelkette Interspar – die an End-
verbraucher verkauft – verglichen. Interspar ist kein Diskonter, sondern gehört zu den
hochpreisigen Lebensmittelhändlern. Trotzdem haben wir enorme Preisunterschiede fest-
gestellt.
Brauunionpreis: 21,36 Euro Brauunionpreis: 7,72 Euro Brauunionpreis: 21,12 Euro
Brauunionpreis: 19,44 Euro Brauunionpreis: 21,84 Euro Brauunionpreis: 23,28 Euro
Lebensmittelhandel weit günstiger als Brauunion
Alle Artikel, die im aktuellen Preiskatalog der Firma Brauunion den Wiederverkäufern ange-
boten werden, bietet Interspar – sofern im Sortiment vorhanden – dem Endverbraucher
weit günstiger an.
Das erstaunt uns eigentlich nicht, denn Brauunion ist ein Zwischenhändler und macht es sich
zunutze, dass Gastronomiebetriebe nicht direkt bei den Brauereien oder Getränkeerzeugern
einkaufen können. Es sind nicht die gestiegenen Kosten, die Brauunion als Vorwand für ihre
stetigen Preiserhöhungen vorgibt, sondern reines Profitstreben. Dies lässt sich einwandfrei
durch den Preisvergleich bei der hochpreisigen Lebensmittelkette Interspar belegen. Bei
Lebensmitteldiskonter wie Lidl, Hofer odgl., sind vergleichbare Produkte noch billiger erhält-
lich.
Wir können den Betreibern von Gastronomiebetrieben nur den Rat geben, kaufen Sie direkt
im Lebensmittelhandel ein, sofern sich dies logistisch arrangieren lässt. Erst wenn die Firma
Brauunion einen massiven Kundenverlust erleidet, werden sich auch die Preise dieses Unter-
nehmens wieder normalisieren.
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2011-12-04
Sicherheitsgurte und Kindersitze
Im § 106 des Kraftfahrzeuggesetzes wird unter anderem die Ausrüstung und Handhabung von
Sicherheitsgurten und Kindersitzen geregelt.
In Österreich besteht Anschnallpflicht für Autofahrer und deren Fahrgäste. Für Kinder
unter einem gewissen Alter und Grösse, schreibt der Gesetzgeber zusätzlich eigene
Kindersitze vor.
Hohe Strafen bei Gesetzesverstoß
Die Nichtverwendung von Sicherheitsgurten kostet 35,- Euro Strafe. Beim Gesetzesverstoß
gegen die Verwendung von Kindersitzen, sind Strafen bis zu 5.000,- Euro vorgesehen.
Zusätzlich gibt es eine Vormerkung in der Führerscheinkartei und beim dritten Verstoß
ist der Führerschein für drei Monate weg.
Wie es scheint, ist dies alles im Sinne der Verkehrssicherheit. Doch der Schein trügt,
denn bei der staatlichen oder kommunalen, bzw. in deren Auftrag handelnden Personen-
beförderung, scheint dem Gesetzgeber die Verkehrssicherheit von Erwachsenen und auch
von Kindern egal zu sein.
Öffis völlig ungesichert
In keinem städtischen Autobus oder Strassenbahn gibt es Sicherheitsgurte oder gar
Kindersitze. Ganz im Gegenteil, dort kann man sich sogar auf einem Stehplatz befördern
lassen.
Diese öffentliche Massenbeförderungsmittel befördern täglich tausende Fahrgäste unge-
sichert.
Völlig ungesicherte Fahrgäste sind bei einem Unfall besonders arg betroffen
Schülertransporte sind da auch ein eigenes Kapitel, dort müssen sich oft zwei Kinder
einen Sitz teilen und das natürlich ungesichert.
Täglich sind städtische Autobusse oder Strassenbahnen in kleinere oder auch größere
Verkehrsunfälle verwickelt, wobei es hier nicht um die Verschuldensfrage geht.
Wer schon eine Notbremsung in Bus oder Bim erlebt hat, wird wissen wovon wir sprechen.
Unlogisches Verhalten des Gesetzgebers
Uns fehlt hier die Logik des Gesetzgebers. Auf der einen Seite im privaten Individual-
verkehr, wird maximale Sicherheit unter Androhung von empfindlichen Strafen gefordert,
während auf der anderen Seite in der öffentlichen Massenpersonenbeförderung nicht der
geringste Wert auf Sicherheit gelegt wird und auch nicht vorhanden ist.
Es ist auch kein logistisches Problem, wie man es gerne vorgibt, denn in Flugzeugen
die ebenfalls tausende Personen täglich befördern, gibt es einen Sicherheitsstandard.
Es werden nur so viele Personen mitgenommen, als auch tatsächlich Sitzplätze vorhanden
sind. Diese sind alle mit Sicherheitsgurten ausgerüstet, obwohl über die Sinnhaftigkeit
eines Gurtes bei einem Absturz diskutiert werden kann. Diese Gurte werden eher bei einer
Notlandung oder Notbremsung ihre Wirkung tun.
Wenn man hier der (Un)logik des Gesetzgebers folgt, kann man zum Schluß kommen, daß
das ganze vorgegebene Sicherheitsdenken nur zur Abzocke der Autofahrer bestimmt ist.
Stauni
2009-02-16