Kassenpatienten warten bis zu 13-mal länger auf Facharzttermin als Privatpatienten

Analyse von 3.182 Terminrückmeldungen zeigt Unterschied: Während im Kassensektor oft Monatsfristen gelten, liegt die Wartezeit privat in allen 14 Fachrichtungen unter zwei Wochen

Nachdem eine Analyse von krankenversichern.at im September bereits die langen Wartezeiten im öffentlichen Gesundheitsbereich aufzeigte, liegt nun das datenbasierte Gegenstück für den privaten Sektor vor.

Die neue österreichweite Studie vervollständigt das Bild mit 1.591 neu evaluierten Wahlarzt-Terminen und offenbart eine massive Kluft zwischen den Systemen. Basis der Ergebnisse ist eine umfassende Erhebung zwischen Ende November 2025 und Mitte Jänner 2026.

Kassenarzt: bis zu 13-mal längere Wartezeit

Die Analyse der Terminverfügbarkeit zeigt signifikante Unterschiede zwischen den beiden Systemen:

° Augenheilkunde: Die größte Differenz weist die Augenheilkunde auf. Hier stehen 52 Tage Wartezeit im Kassensystem einer Verfügbarkeit von 4 Tagen beim Wahlarzt gegenüber (13x mal schneller als beim Kassenarzt).

° Orthopädie und Schmerzbehandlung: Ein deutlicher Kontrast zeigt sich in der Orthopädie. Während Patienten im Kassensystem im Median rund 24 Tage auf einen Termin warten, liegt die Wartezeit bei Wahlärzten bei lediglich 2 Tagen.

° Bildgebende Diagnostik: In der Radiologie (z.B. für MRT/CT-Termine) reduziert sich die Wartezeit von 14 Tagen im öffentlichen Bereich auf 3 Tage im privaten Sektor.

° Fachübergreifende Verfügbarkeit: Selbst in stark frequentierten Fachbereichen wie der Gynäkologie oder Urologie, die im Kassenbereich Wartezeiten von knapp 7 Wochen aufweisen (46 bzw. 48 Tage), liegt der Median im Wahlarztbereich stabil unter der 2-Wochen-Marke (13 Tage).

Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at, fasst die Entwicklung zusammen:
„Die Daten zeigen eine klare Zweiteilung der Geschwindigkeit. Das bewegt die Menschen: Für 7 von 10 ist die Vermeidung von Wartezeiten heute das Hauptmotiv für eine private Krankenversicherung.“

Fazit zur Versorgungslage

Mit dieser Erhebung schließt sich die Datenlücke zur Analyse vom September. Das Gesamtbild bestätigt nun quantitativ, was viele Versicherten im Alltag erleben: Der Zugang zu medizinischer Versorgung erfolgt in Österreich in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

„Unsere Analyse schafft volle Transparenz: Während das öffentliche System mit Kapazitätsgrenzen kämpft, fungiert der Wahlarztsektor als Alternative für Patienten“, resümiert Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at.

Methodik der Studie

Die Ergebnisse basieren auf 1.591 standardisierten Mystery-Anfragen bei Wahlärzten in ganz Österreich (Erhebungszeitraum: 25.11.2025 – 16.01.2026, bereinigt um Urlaube). Abgefragt wurde stets der nächstmögliche Routine-Termin in 14 Fachrichtungen, gewichtet nach der Bevölkerungszahl der Bundesländer. Die statistische Auswertung erfolgte auf Basis des Medians, um Verzerrungen durch Ausreißer auszuschließen.

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FPÖ – Nepp: Hacker wälzt eigenes Versagen erneut auf andere ab

Verbot privater Krankenversicherungen und Vertuschung von Mindestsicherungs-Missbrauch als Ablenkung vom SPÖ-Desaster

„Weil SPÖ-Stadtrat Hacker und seine unfähigen Manager den Wiener Gesundheitsverbund zielsicher an die Wand fahren, will er nun den Wienern auch noch private Gesundheitsversicherungen verbieten. Das ist ein durchschaubarer und verzweifelter Versuch, von seinem eigenen Scheitern abzulenken“, erklärt Wiens FPÖ-Obmann Stadtrat Dominik Nepp zu den aktuellen Aussagen.

„Wer in Wien monatelang auf eine Operation wartet, stundenlang in überfüllten Spitalsambulanzen sitzt oder vom überforderten Gesundheitspersonal vertröstet wird, weiß genau, wo die Schuld liegt: bei Stadtrat Hacker und seinem Chaos-Management. Anstatt das Spitalswesen endlich zu reformieren, will er den Menschen sogar noch die Möglichkeit nehmen, sich privat abzusichern. Das ist sozialistische Bevormundung in ihrer reinsten Form.“

Auch beim Thema Mindestsicherung wirft Nepp dem SPÖ-Stadtrat bewusste Täuschung vor: „Hacker lügt – ganz einfach. Die Wiener FPÖ hat zahlreiche Fälle aufgedeckt, in denen Asylwerber über die Mindestsicherung mehr erhalten als arbeitende Menschen. Ein besonders krasser Fall: Eine syrische Familie kassiert allein aus der Wiener Mindestsicherung 4.600 Euro im Monat. Das spricht Bände. Hackers Lügen und seine Präpotenz sind längst untragbar.“

„Es ist ein Armutszeugnis und Ausdruck der Schwäche von Bürgermeister Ludwig, dass dieser völlig überforderte Stadtrat noch immer im Amt ist. Statt weiter die Wiener zu belügen, sollte Hacker endlich die Konsequenzen ziehen und zurücktreten“, so Nepp abschließend.

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Privatpatienten bevorzugt


Unnötiger VKI-Test

Ein heute veröffentlichtes Testergebnis des Vereins für Konsumenteninformation (VKI),

bezüglich  der  Bevorzugung  von  Privatpatient(innen) in Spitälern,  löste bei einigen
Politiker(innen) scheinheilige Aussagen aus.

 

Der VKI hatte mittels einer Testperson nachgewiesen, dass privatversicherte Personen

wesentlich rascher einen OP-Termin bekommen als Kassenpatient(innen). Dazu hätte
es nicht  eines Testes bedurft,  denn diese Tatsache ist seit  Bestehen der  privaten
Krankenversicherungen allgemein bekannt.

 

Dazu muss gesagt werden, dass es sich bei den OP-Terminen nicht um lebensrettende

Operationen gehandelt hat. Über die Existenz einer medizinischen 2-Klassengesellschaft

kann man geteilter Meinung sein. Wir vertreten den Standpunkt, dass jene Personen die

freiwillig mehr bezahlen, auch Anspruch auf eine bevorzugte Behandlung haben müssen.

 

Stöger übt sich in Scheinheiligkeit

Im heutigen Ö1-Mittagsjournal meinte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) dazu

wörtlich: „Das ist eine Sauerei. Die Menschen haben den gleichen Zugang zur Medizin
zu haben. Punkt. Aus.“  Diese Aussage lässt für uns zwei Schlüsse zu.

 

Erstens: Stöger hatte wieder einmal einen „Skandal“ – der in Wirklichkeit keiner ist –

verschlafen. Dies kennen wir ja schon aus dem Listerien-Käse-Skandal. In diesem Fall

sollte der Gesundheitsminister  seinen Hut nehmen.   Wir sind sicher,  dass die SPÖ
einen adäquaten Posten für ihn zur Verfügung stellen wird.

 

Zweitens: Die wahrscheinlichere Variante. Alois Stöger ist die Tatsache der Bevorzug-
ung von Privatpatienten sehr wohl bekannt.  Immerhin pfeifen dies die Spatzen seit
Jahren von den Dächern.  Da er sich aber als Gesundheitsminister dem Problem nicht
stellen will,  übte er sich in Unwissenheit und tätigte seine scheinheilige Aussage.

 

Immerhin ist die Sparte der privaten Krankenversicherer ein nicht zu unterschätzender

Geschäftszweig  und mit diesem will  man es sich ja nicht verscherzen.   Auch grüne
Politiker(innen)  übten sich in  Scheinheiligkeit und verurteilten die Bevorzugung von
Privatpatienten.

 

Ein weiterer Grund der Scheinheiligkeit ist für uns,  dass es in Wahrheit eine medizin-
ischen 3-Klassengesellschaft gibt. Denn über den Privatpatienten logiert die Kaste der
Politiker(innen). Wir sind uns absolut sicher, dass Alois Stöger, Eva Glawischnig und wie
sie noch alle heißen mögen, wesentlich schneller einen OP-Termin als „normale“ Privat-
patienten bekommen.

 

Luxus in Österreich: 19 (!) verschiedene Krankenkassen

Wenn Stöger schon dafür plädiert, dass alle Menschen den gleichen Zugang zur Medizin
haben sollen,  dann sollte er sich das  System der gesetzlichen  Krankenversicherer zu
Gemüte führen.  Ein Land mit rund 8 Millionen Einwohner(innen)  – Illegale bereits be-
rücksichtigt – leistet sich den Luxus, sage und schreibe 19 verschiedene Krankenkassen
zu unterhalten.

 

Abgesehen von den verschiedenen  Leistungskatalogen dieser Kassen,  verschlingt ein
derartiges Krankenversicherungs-System Unsummen an Geld, welches im Verwaltungs-
aufwand versickert.  Eine einzige gesetzliche  Krankenversicherung würde wesentlich
effizienter und kostengünstiger sein.  Das eingesparte Geld könnte damit der direkten
medizinischen Versorgung zugeführt werden.   Dadurch würde auch Otto Normalver-
braucher schneller einen OP-Termin bekommen,  ohne Privatpatient sein zu müssen.

 

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2011-08-24
 

Strache im Klassenkampf

Sozialrebell Strache

Der Bundesparteiobmann der FPÖ H.C. Strache übt sich im Klassenkampf, den er fordert
die Abschaffung der sozial unverträglichen Selbstbehalte im Gesundheitswesen.
Kranke befinden sich ohnehin in einer sozial schwierigen Situation und daher müssen
in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Bürger entlastet werden.
Aus diesem Grunde kündigte er eine Patientenoffensive der FPÖ an, was immer das auch
bedeuten mag.

Schützenhilfe

In diese Fußstapfen trat auch der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas
Karlsböck, der mit den Selbstbehalten eine „Zwei-Klassen-Medizin“ ortet.
   
Viele Patienten könnten sich die teuren Selbstbehalte nicht mehr leisten und würden
daher ins benachbarte Ausland ausweichen, so Karlsböck weiter.
Das es in den Nachbarländer etwas umsonst gibt, war uns bis jetzt nicht bekannt.
Auch das ein „Klassenkampf“ von Personen geführt wird die vom Steuerzahler
komfortable Gehälter beziehen, ist erstaunlich.

Selbstbehalt

Was die „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ im Gesundheitswesen betrifft, dürfte dem Herrn
Strache so einiges entgangen sein. Selbständige bezahlen seit der Einführung der
Versicherungspflicht einen Selbstbehalt. Bis heute hat das niemanden wirklich gestört.

Informationsmanko

Vielleicht sollten wir Herrn Strache auf diesem Wege mitteilen, dass es auch in der
Patientenbetreuung diese „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ gibt und er selbst, sicherlich
nicht zu den Benachteiligten gehört.
Wir können uns nämlich nicht vorstellen, dass Herr Strache gemeinsam mit Müller,
Jankovic und Özdemir beim Arztbesuch im Wartezimmer eines praktischen Arztes
im 10. Wiener Gemeindebezirk sitzt.

Privatversicherung

Wir können uns weiters auch nicht vorstellen, dass der FPÖ-Mann wochenlang auf ein
Spitalsbett im AKH wartet, wie Müller, Jankovic und Özdemir.
Wir vermuten, dass Herr Strache sicherlich eine Privatversicherung haben wird, die er
vom Steuergeld finanzierten Gehalt bezahlt.
Eine solche ermöglicht nämlich den Besuch von Privatärzten und Inanspruchnahme von
Betten in Privatspitäler ohne Wartezeiten.
Das die Leute dem Herrn H.C. Strache immer weniger glauben, hat die letzte Landtags-
wahl in Kärnten eindeutig bewiesen.
Stauni
  
2009-04-25 

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