HCB-Skandal: Ordnung im eigenen Haus schaffen


Nichts hören, nichts sehen, nichts

sagen – das wird es nicht spielen

„Seit  über einem Jahr ist bekannt,  dass im Kärntner Görtschitztal überhöhte Werte von
HCB  im Fleisch sind.   Damals hat bereits ein namhafter Babynahrungshersteller seinen
Vertrag  gekündigt  und auf die hohen Werte hingewiesen.   Passiert ist nichts.  Spätes-
tens im März 2014 wurde in den  Laboren der AGES festgestellt,  dass überhöhte Werte
gemessen  wurden  und  passiert ist wieder nichts.   Wenn Gesundheitsministerin Sabine
Oberhauser jetzt erklärt, sie wisse von nichts, dann möge sie doch bitte einmal Ordnung
in  ihrem   Ressort schaffen“,  fordert   heute   FPÖ-Gesundheitssprecherin  Dr.  Dagmar
Belakowitsch-Jenewein.
Oberhausers  Vorgänger,  Alois Stöger,  der  schon versucht habe, den Listerien-Skandal
unter den Tisch zu kehren, habe offensichtlich gemeinsam mit seinen Kärntner Genossen
versucht, auch diesmal einen handfesten Skandal auszusitzen anstatt die Bevölkerung zu
informieren.   „Egal  auf  welcher Ebene das  Versagen liegt:   Da muss es Konsequenzen
geben“,  so Belakowitsch-Jenewein.   „Oberhauser kann sich auf einige parlamentarische
Anfragen  gefasst  machen.   Nichts hören,  nichts sehen, nichts sagen – das wird es nicht
spielen“, so Belakowitsch-Jenewein.
Vor  allem  die Rolle der AGES sei dringend zu hinterfragen, ähnlich wie 2010 erhärte sich
auch  im  HCB-Skandal  der  Verdacht,  dass  die  Gesundheitsinteressen der Bevölkerung
hinter  jene  von  Unternehmen  gerückt  worden  seien.   Die Aufgabe der AGES sei es, in
solchen  Fällen  wie im aktuellen HCB-Skandal Schaden von der Bevölkerung abzuhalten
und rechtzeitig zu informieren. Das sei nicht passiert.
„Oberhauser muss im eigenen Haus ‚aufräumen‘.  Die Bevölkerung hat ein Recht zu
erfahren,  wo die Informationskette von wem unterbrochen wurde,  wer was vertuscht
hat“,  so  Belakowitsch-Jenewein.   Entweder gebe es  innerhalb der AGES endlich ein
Umdenken oder aber man sollte deren Auflösung andenken,  betont die FPÖ-Gesund-
heitssprecherin.
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2014-12-12