Hundeführerschein – Erfundene Expertenmitwirkung

Alles Schimäre

Wie wir bereits in einigen  Beiträgen festgehalten haben,  hat sich die  SPÖ-Stadträtin Ulli
Sima und einige ihrer Mitarbeiter(innen) selbst zu Hundeexperten  ernannt und eine neue
Hunderasse, nämlich die der „Kampfhunde“ erfunden.

Eine Einteilung in gefährlichen Rassen bei Hunden ist Unsinn. Normalerweise sind Hunde
Rudeltiere und je nach Erziehung in der Hierarchie des Familienverbandes eingegliedert.
Allerdings darf nicht vegessen werden dass jeder Hund, egal welcher Rasse er angehört,
unberechenbar ist und es daher auch aus diesem Grund zu Biss-Attacken kommen kann.

Vernunft gilt nicht

Diese vernüftige Version über Hunde wollte Ulli Sima und ihre Mitstreiter(innen) allerdings
nicht gelten lassen. Es mußte unbedingt untermauert werden, dass es die Rasse „Kampf-
hund“ gibt und diese führerscheinpflichtig sein muß.

In der TV-Diskussion „Talk of town“ (Puls4, 7.7.2010) wurde Kritik an der sachlichen Grund-
lage des Wiener Hundeführscheins und dessen Rassenliste geübt. SPÖ-Gemeinderat Erich

Valentin, der die Position der Stadt Wien vertrat, wehrte sich, dass die Rassenliste sehr wohl
von Experten erstellt worden sei. Valentin nannte dabei den deutschen „Hundepapst Profes-
sor Rütter“.

(Foto: www.grande-fotografie.de)
Hundeexperte Martin Rütter, aus zahlreichen TV-Sendungen bekannt

Ein Skandal bahnt sich an

Nun kam der Österreichische Hundehalterverband  (ÖHV)  einer Tatsache auf die Spur, welche
sich vermutlich noch zu einem handfesten Skandal entwickeln wird. Dr. Hans Mosser, Präsident
des ÖHV, setzte sich mit der Pressesprecherin von Rütter in Verbindung um zu erfahren, warum
ein anerkannter Hundexperte die hanebüchene Fiktion der Kampfhunderasse unterstützt.

Hundepapst Rütter weiß von nichts

Bei dieser Nachforschung stellte sich erstaunliches heraus. Rütter  dementiert am  16.8.2010
seine Mitwirkung an der Erstellung des Wiener Hundeführscheins sowie der Rassenliste. Der
Herausgeber dieses  Online-Magazins hat sich mit Dr. Mosser in Verbindung gesetzt.  .

Auf Grund der uns vorliegenden Unterlagen, sowie der Stellungsnahme der Pressesprecherin

von Martin Rütter steht  eindeutig fest,  dass dieser weder in  Deutschland noch in  Österreich
an der Erstellung einer Rasseliste beteiligt war.

Ist Valentin ein Nachfahre der Gebrüder Grimm?

Aus diversen Schriftstücken  lässt sich einwandfrei ableiten,  dass der  Hundeexperte  Martin
Rütter weder an der Erstellung des Wiener Hundeführscheins, noch an der Hunderassenliste
mitgewirkt hatte.  Es ist doch erstaunlich mit welcher Unverfrorenheit der  SPÖ-Gemeinderat
Erich Valentin, auf Referenzen verweist die gar nicht vorhanden sind.

Kein Hundeführerschein dieser Welt kann eine Bissattacke vermeiden und daher dient die-

ses wertlose Papier ausschliesslich dazu, Gelder in die marode Gemeindekasse zu spülen.
Vor lauter Abzockgedanken schreckte der Rote Gemeindepolitiker nicht einmal davor zurück,
einen Namen in den Mund zu nehmen und auf einen Experten zu verweisen, der von dieser
Angelegenheit nicht einmal etwas wußte.

Möglicherweise rechtliche Schritte

Laut ÖHV dürfte Martin Rütter rechtliche  Schritte gegen die Stadt Wien oder den SPÖ-Ge-
meinderat  Valentin prüfen,  da er sich,  wie es Informationen  zufolge heißt, durch solche
Aussagen in Ansehen und Ehre verletzt sehe.

Sollte es tatsächlich  zu einem Prozess kommen,  ist es auch halb so wild. Der Steuerzahler
wird für den Schaden aufkommen müssen,  den ein profilierungssüchtiger Politiker verschul-

dete. Könnte man aber den  SPÖ-Gemeinderat  Valentin nicht zu den  Waste-Watcher  ver-
setzen?
 
Dort könnte er nämlich den ganzen Tag Geschichten erfinden und diese den Hundehaufen er-
zählen.  Und das  Schöne daran  wäre noch,  er bräuchte  sich nicht  einmal zu fürchten, denn
Hundeexkremente stinken zwar, aber können nicht  beißen. Auch wenn sie von sogenannten
„Kampfhunden“ stammen.

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2010-08-17