Wer sich nicht digital unterwirft wird bestraft
Beginn der Sommerferien, strahlender Sonnenschein, Urlaubszeit! Für viele Menschen bedeutet das ihr Zweitfahrzeug in Betrieb zu nehmen. Ob Campingbus, Oldtimer oder Cabrio, die meisten dieser Fahrzeuge sind auf Wechselkennzeichen angemeldet. Doch wer dabei auf die klassische Klebevignette setzt, wird vom System regelrecht abgestraft. Hier herrscht eine klare Diskriminierung vor, denn mit der digitalen Vignette können zum Preis von einer einzigen Vignette, bis zu drei Fahrzeuge auf ein Wechselkennzeichen angemeldet werden. Wer jedoch von der Klebevignette Gebrauch macht, muss für jedes einzelne Fahrzeug extra bezahlen und das doppelt oder gar dreifach.
Rund ein Drittel der Autofahrer nutzen nach wie vor die Klebevignette. Dafür haben sie meist auch gute Gründe, wie beispielsweise Datenschutzbedenken. Diese Menschen werden von der Regierung bestraft, denn wer sich nicht digital unterwirft, muss eben mehr bezahlen.
Logisch und gerecht wäre es, wenn es schon zwei Vignettenarten gibt, es auch zwei gleichberechtigte Möglichkeiten gibt, ohne dass jemand diskriminiert wird, indem er dafür mehr bezahlen muss. Jeder Mensch sollte selbst entscheiden können, ob digital oder analog, ohne dafür extra zur Kassa gebeten zu werden. Die Ausrede von den angeblichen Mehrkosten durch die Klebevignette ist hanebüchen und soll offensichtlich einer Pflicht zur Digitalisierung Vorschub leisten.
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