Uwe Sailer erbrachte bis heute keinen Beweis für seine Behauptung
Der Beitrag des Krone-Kolumnisten, Michael Jeannée, vom vergangenen Freitag, erhitzt noch immer die Gemüter in etlichen Internetforen und Webseiten von Linksextremen.
Zugegebener Weise ist der Artikel von Jeannée keine journalistische Meisterleistung. Vergaß doch der gute Mann möglicherweise den Grundsatz der Unschuldsvermutung. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ihm daraus rechtliche Konsequenzen erwachsen werden, denn die Anwältin der Verdächtigen (es gilt die Unschuldsvermutung) hat bereits eine Klage angekündigt. Interessant an diesem Fall ist jedoch, dass die linksextreme Webseite „Heimat ohne Hass“ einen Zusammenhang zwischen dem Artikel von Jeannée und der FPÖ ortet. Der Grund dafür ist, dass auf einigen FPÖ-nahen Facebook-Accounts der Beitrag von Jeannée ein- gestellt und und von User(innen) kommentiert wurde.


Screen: heimatohnehass.at Unter diesen Kommentaren fanden sich auch einige, die etwas überzogen waren. Daraus resümiert man bei „Heimat ohne Hass“ wie folgt: „Auch so wird Ausländerhass und Hetze (bewusst oder unbewusst) weiter Vorschub geleistet.“ Also liegt der Pudels Kern im Schüren von Hass und Hetze. Da staunen wir aber, denn war es nicht der im Impressum der Webseite „Heimat ohne Hass“ angeführte Uwe Sailer (ein Polizeibeamter aus Linz), der öffentlich behauptete, dass rund ein Drittel der Polizisten rassistisch eingestellt seien?! Seine Behauptung konnte der Mann nicht einmal annähernd beweisen. Demnach sind laut Sailers Aussage rund ein Drittel der österreichischen Polizisten Rassisten. Als was wäre es zu werten, wenn jemand beispielsweise öffentlich behaupten würde, dass rund ein Drittel aller in Österreich lebender Schwarzafrikaner Drogendealer seien, ohne dafür einen Beweis zu haben? Die Antwort würde recht eindeutig ausfallen, nämlich das Schüren von Hass und Hetze. Daher ist unser Resümee: Die Aussage von Uwe Sailer ist dazu geeignet, Hass gegen Polizisten und Hetze (bewusst oder unbewusst) weiter Vorschub zu leisten. Erstaunlich wurde es, als ein Verantwortlicher bei „Heimat ohne Hass“ auf die Aussage von Sailer angesprochen wurde.

Screen: facebook.com (Account: Heimat ohne Hass) Scheinbar hat man bei „Heimat ohne Hass“ ein massives Problem damit, Texte sinnerfassend zu lesen. Denn kein FPÖ-Funktionär hat den Verdächtigen eine Straftat unterstellt. Es war die Staatsanwaltschaft, die das tat und die Fotos zwecks Fahndung zur Veröffentlichung freigab. Folgt man der Logik von „Heimat ohne Hass“ , so könnte man überzogene Kommentare zum Beitrag der vier Verdächtigen ebenfalls mit einer Kritik an der allgemeinen Situation, aus der Sicht der Kommentatoren rechtfertigen. Denn hier gibt es handfeste Beweise und diese finden sich in der stark gestiegenen Ausländerkriminalität, während Sailer bis dato keinen Beweis für seine Aussage erbringen konnte. Jedenfalls haben wir „Heimat ohne Hass“ wieder einmal beim Wasser predigen aber Wein trinken ertappt. ***** 2014-01-14