Bundesheer sollte beim Pinzgauer-Verkauf
das Maximum für sich herausholen
„Das Verteidigungsministerium plant alle 699 Pinzgauer im Paket in Bausch und Bogen zu verkaufen – was nach Rosstäuscherei riecht, da zu vermuten ist, dass dieses Komplettangebot auf einen einzigen Käufer zugeschnitten ist. Abgesehen davon, dass diese Fahrzeuge der Truppe nun fehlen, ist auch zu befürchten, dass der Verkauf nicht den Erfolg erbringen wird, den sich die Heeresführung unter Minister Klug vorstellt“, warnt der Wehrsprecher der FPÖ und Vorsitzende des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses, NAbg. Mario Kunasek. Es sei nicht nachvollziehbar, warum in Zeiten des Geldmangels nicht versucht werde ein Maximum an Einnahmen durch den Verkauf zu lukrieren.Die vom Verteidigungsministerium kolportierten 10.000,- bis 14.000,- Euro je Stück im Pauschalangebot seien eine Illusion für die zwischen 1973 und 1980 gebauten Fahrzeuge, so Kunasek, der auf Fachleute aus der Versteigerungs- und Verkaufsbranche verweist, die von einem Maximalpreis von rund 3.000,- Euro pro Stück ausgingen.
Unter dem Strich bleibe daher ein eigenartiges Bild betreffend der „Operation Pinzgauer“. „Wenn das Heer schon Fahrzeuge verkauft, dann mittels Versteigerungen in kleinen Tranchen, dort, wo der potenzielle Kunde zu Hause ist und um den Preis am Markt nicht kaputt zu machen“, zeigt Kunasek eine sinnvolle Alternative auf. ***** 2014-07-17