Selbstbehalt für Kinder im Krankenhaus abschaffen


Zwei-Klassen-System benachteiligt

finanziell schwache Eltern enorm

„Der Selbstbehalt für Kinder im Krankenhaus steigt -offenbar will die Regierung das
Gesundheitssystem  auf  dem  Rücken der Kleinsten und ihrer Eltern sanieren.  Das
ist ein Skandal erster Güte“,  so heute die  FPÖ-Gesundheitssprecherin Dr. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein  in  Zusammenhang  mit  den  Zahlen,  die  der Verein  KiB
children care veröffentlich hat.
Belakowitsch-Jenewein  fordert  eine  Entlastung  der  Eltern:  „Der  Selbstbehalt ist
abzuschaffen – vor  allem  chronisch  kranke  Kinder  und  deren  Eltern  sind schon
genug belastet, sie brauchen nicht auch noch die finanzielle Belastung obendrauf.“

Zusätzlich  müssen  Eltern auch noch enorme Beträge berappen,  wenn sie sich mit
ihren Kindern im Krankenhaus aufnehmen lassen.  Diese Beträge stehen in keinem
Verhältnis  zu  den verursachten Kosten.   Gleichzeitig übernehmen diese Eltern die
Betreuungsleistungen  für ihr krankes Kind.   Kinder, die der Krankenhausaufenthalt
per se schon psychisch belastet, brauchen ihre Eltern oder zumindest einen Eltern-
teil  an  ihrer Seite.   Können  sich Eltern dies nicht leisten,  müsste diese Arbeit das
ohnehin chronisch unterbesetze Krankenhauspersonal leisten.
„Wir verlangen ein Bundesgesetz, das den Ländern die Möglichkeit nimmt, sich über
die  Elterntarife  ihr Gesundheitsbudget  aufzubessern.   Derzeit  haben wir ein Zwei-
Klassen-System:  Begüterte Eltern können ihren Kindern optimal beistehen, weniger
begüterte müssen sie alleine lassen.  Das ist hochgradig unsozial“, so Belakowitsch-
Jenewein ergänzend.
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2015-02-16