SVA verhöhnt wieder einmal die eigenen Versicherten
Wenn die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) heute in einer
Aussendung davon spreche sich „für mehr Fairness und Rechtssicherheit für Selbständige
einsetzen“ zu wollen, dann sei das nichts anderes als die blanke Verhöhnung der eigenen
Zwangsmitglieder, sagte der freiheitliche Bundesrat und Abgeordnete zum Wiener Wirt-
schaftsparlament Mag. Reinhard Pisec.
Denn gleich ein paar Sätze weiter bestätige die Führung der SVA ihr existenzgefährdendes
Vorgehen gegenüber der eigen Versicherten, zeigte sich Pisec empört über den Zynismus
der Selbständigen-Versicherung. So gebe die SVA unverblümt zu, dass es bei Betriebs-
prüfungen „immer wieder“ zu Zuständigkeitsstreitereien komme, die mit „…enorme Bei-
tragsforderungen an die Versicherten“ verbunden seien, denn „… unter Umständen werden
rückwirkend für mehrere Jahre Sozialversicherungsbeiträge verlangt.
Dies führt speziell be i Ein-Personen-Unternehmen oft zu existenzbedrohenden Situationen,
da die Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge bis zu fünf Jahre rückwirkend zu zahlen sind.“
„Viel deutlicher kann man die unbarmherzige Vorgehensweise den eigenen Mitgliedsbe-
trieben gegenüber nicht charakterisieren“, so Pisec.
Dabei, so Pisec, sei absolut nicht notwendig die eigenen Versicherten derartig auszupressen
und bis hin zur Existenzvernichtung zu pfänden, denn die SVA verfüge über knapp eine halbe
Milliarde Euro an Rücklagen. „Geld, das von Kleingewerbetreibenden unnachgiebig bis hin
zum Konkursrichter abgepresst wurde“, so Pisec, der die SVA-Führung daran erinnerte, dass
sie kein Sparverein sei, sondern für die medizinische Versorgung ihrer Patienten einzustehen
habe.
„Bei 487 Mio. Euro Rücklagen auch noch 20 Prozent Selbstbehalte zu verlangen, erinnert an
Raubrittertum vergangener Jahrhunderte“, so Pisec. Im Interesse der vielen Kleingewerbe-
treibenden und Ein-Personen-Unternehmen, wäre es das Beste, wenn die SVA endlich das
Angebot der Gebietskrankenkassen annehme und die sogenannten „Neuen Selbstständigen“
wieder bei der zuständigen Gebietskrankenkasse versichere, betonte Pisec, der auf eine
eigene Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gerne verzichten kann, zumal
diese völlig abgehoben agiere.
***** 2012-06-06