Grüne fordern Tempo 30 für ganz Simmering
Wieder einmal machen die Grünen mit einer Schnapsidee von sich reden. Die SimmeringerFraktion fordert tatsächlich die flächendeckende Einführung von Tempo 30-Zonen im 11.
Wiener Gemeindebezirk.
„Statt einem Fleckerlteppich macht es mehr Sinn, in Simmering gleich flächendeckend
Tempo 30 einzuführen“, so der Klubobmann der Grünen Simmering, Herbert Anreitter.
Die Durchführung dieser Idee, würde der Straßenverkehrssicherheit absolut abträglich
sein. Simmering hat bereits in den neuralgischen Verkehrszonen, wie zum Beispiel der
Lorystrasse oder bestimmten Bereichen in Kaiser-Ebersdorf, ausreichend Tempo 30- Zonen.
Diese werden auch beachtet, da sie eine auffällige Ausnahme bilden. Würde der gesamte
11. Bezirk eine 30er Zone werden, käme mit Sicherheit der Gewohnheits-Teufel zur Gelt-
ung. Das heißt, langsam aber sicher würde das Tempolimit von 30 km/h überschritten
werden und zwar umso mehr man an Fahrtzeit in diesem Bezirk zurücklegt.
Es würde auch niemand einsehen, dass man in einer Landwehrstrasse nur 30 km/h fahren
soll. Der einzige Vorteil läge darin, dass die Polizei mehr abkassieren könnte und aller Wahr- scheinlichkeit nach dies auch täte. Die einzige Ausnahme einer flächendeckenden Tempo 30-Zone, wären die Hauptverkehrsstrassen. Davon hat Simmering aber nur zwei und
zwar die Simmeringer Hauptstrasse und die Etrichstrasse und auf diesen erreicht man
während des Tages, verkehrsbedingt ohnehin keine 50 km/h.
Behinderung der Öffis
Aber auch die, von den Grünen so geschätzten Öffis wären von einer allgemeine Tempo30-Regelung betroffen. Diese kämen langsamer voran und die Fahrgäste müssten durch
die langsamere Fahrt, sowie längeren Wartezeiten an den Haltestellen, mehr Zeit einplanen.
Wir stellen zwar immer wieder fest, dass die Grünen sehr realitätsfremd sind, dachten aber bislang, dass sie die Kunst des Rechnens beherrschen. Der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Gemeinderat Rüdiger Maresch, stellte nämlich folgende Milchmädchenrechnung auf in dem er behauptete: „Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Öffis ist jetzt ja auch nur 35 km/h“. Dadurch wird die Behauptung aufgestellt, dass es bei den öffentlichen Verkehrsmit- teln keinen Zeitverlust geben werde.
Egal ob diese angegebene Durchschnittsgeschwindigkeit inklusive der Haltestellenaufent-
halte ist oder nicht, erreichen die Öffis laut Maresch nur mehr 35 km/h Durchschnittsge- schwindigkeit und das bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Die Senkung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, um 40 Prozent, auf 30 km/h hätte zur Folge, dass die Öffis nur mehr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 km/h er- reichen würden, da sich der restliche Verkehr ja nicht in Luft auflöst.
Busfahrer mit Fernsteuerung
Aber Maresch setzt noch einen drauf und meint allen Ernstes: „Die Busfahrer sollen künftig
die Ampeln fernsteuern können, sodass sie immer Grün haben und letztlich schneller unter-
wegs sind“. Wie soll das in der Praxis funktionieren?Nähert sich der Bus einer Ampelkreuzung schaltet der Fahrer diese per Fernsteuerung so- fort auf Grün. Die Ampel müsste dann sofort wieder auf Rot umschalten, wenn der Bus den Kreuzungsbereich verlassen hat. Das dadurch entstehende Verkehrschaos können wir uns lebhaft vorstellen. Wie Maresch auf diese erstaunliche Idee kam und wie eine solche praxis- gerecht umgesetzt werden soll, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.
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2011-01-27