„Strafaktionen“ im Sima-Ressort grenzen an knallhartes Mobbing


Wiener Abfallberater erst illegal beschäftigt, dann

degradiert und nun sogar mit Geldforderung bedroht

Mit  ihren  illegalen  Kettenverträgen für die Abfallberater,  die den Beschäftigten grundlegende
Arbeitnehmerrechte  vorenthalten,  hat Umweltstadträtin  Ulli Sima vor Gericht einen gehörigen
Bauchfleck hingelegt. Sie wurde gerichtlich dazu verpflichtet, jenen Abfallberatern, die geklagt
hatten,  ein ordentliches Dienstverhältnis zuzugestehen und das  vorenthaltene Salär nachzu-
bezahlen.
„Aber zuerst hat sie die Abfallberater degradiert: In den Werkverträgen war nämlich noch eine
akademische Ausbildung gefordert, nun, offiziell im Dienste der Stadt, werden sie plötzlich als
Hilfskräfte  ohne  Maturaniveau  mit  entsprechend niedriger Entlohnung eingestuft“,  berichtet
Wiens FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler.
Das sollte aber nicht die einzige „Strafaktion“ gegen die Mitarbeiter,  die gegen die Unrechts-
verträge vor Gericht gezogen sind, bleiben. Guggenbichler:   „Jetzt will das Ressort Sima die
Degradierung  teils  sogar  rückwirkend  machen  und  fordert  von den Abfallberatern bis zu
7.000 Euro an angeblich zu viel bezahltem Honorar zurück. Wie Sima mit ihren Mitarbeitern
umspringt, ist ein Skandal! Das grenzt an knallhartes Mobbing!“, so Guggenbichler.
Guggenbichler, auch stellvertretender Vorsitzender des gemeinderätlichen Umweltausschus-
ses,  fragt  sich,  wo  denn  die  Gemeindegewerkschaft  bleibt:   „Üble Kapitalisten-Methoden
stillschweigend  zu  akzeptieren,  nur  weil die,  die sie anwendet,  eine Genossin ist,  ist letzt-
klassig.   Dabei  könnte  der  Gewerkschaftsvorsitzende  Sima so leicht einmal ins Gewissen
reden,  sitzt er doch nebst seinen anderen Funktionen auch noch für die SPÖ im Gemeinde-
rat.“  (Quelle: APA/OTS)
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2013-12-21