Rege Bautätigkeit an der Alten Donau


GASTAUTOREN – BEITRAG

Genossenschaften  und  Bauträger  haben  die  Gegend  um die Alte Donau als lukrative
Einnahmequelle entdeckt.   Dementsprechend rege Bautätigkeit herrscht seit Jahren ent-
lang  der  Alten Donau  zwischen  Floridsdorf  und  der  Donaustadt.   Aktuell  bauen die
BUWOG und GLORIT ihre Häuser im Bereich der oberen Alten Donau sowie am Fischer-
strand.
 
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Anrainer  laufen  auch  seit  Jahren  besonders  gegen  die Bauprojekte der Firma GLORIT
Sturm. GLORIT hat entgegen der Wiener Bauordnung bzw. der Schutzzonenbestimmungen
erreicht, dass sie große Bauten an der Alten Donau errichten durfte!?
 
Dadurch  sinkt die die Lebensqualität der „alt eingesessenen“ Anrainer gewaltig.   Das beste
Beispiel ist ein Objekt in der Siebeckstraße an der Grenze zwischen 21. und 22. Bezirk.  Ein
Kleingartenhaus  steht seit ca. drei Jahren direkt neben einem riesen Bau und schafft so ein
Mikroklima, welches grade im Sommer äußerst unangenehm ist. Da strahlt die große Mauer
die Sonne ab bzw.  des Nachts die gespeicherte Wärme und macht dem Gartenbesitzer das
Leben schwer.
 
Aber  auch  andern  Orts  hat man Probleme mit den Bauten der Firma GLORIT,  da sie das
Schutzgebiet mit ihren Bauten „verschandeln“, den Anrainern Licht / Sonne und Blick auf die
Alte Donau  nehmen und Menschen als Käufer anzieht,  welche dann mit den  „alt eingeses-
senen“ ihre Probleme haben, weil sie einfach aus einer anderen Bevölkerungsschicht sind.
 
Handelt  es  sich  doch  bei den alten Siedlern seit Generationen um Menschen aus der soge-
nannten  „Arbeiterschicht“ und bei den neuen Haus- & Wohnungsbesitzern um Menschen aus
der  sogenannten Oberschicht.   Kunststück, bei Wohnungspreisen von mehr als einer Million
Euro und Mieten ab 1000,– €.!  So sind Konflikte vorprogrammiert, doch GLORIT baut fleißig
weiter!?   Die  Stadt  schaut  zu und  genehmigt trotz Schutzzonen und Anrainerprotesten die
Bauprojekte der Firma GLORIT!?
 
Andere  Bauprojekte hingegen sind auch in Anbetracht der Schutzzone ok,  wie die beiden
Häusern in der Mühlschüttelgasse oder auch an der Schanze.  Dafür baut man am Fischer-
strand in Wien Donaustadt mitten in den Kleingärten ein riesiges Haus!   Wie da eine Bau-
genehmigung, mitten in der Schutzzone erlangt werden konnte fragt sich.   Die zuständige
MA 37  Baupolizei sagt, dass alles rechtens sei,  da der Grund als Baugrund gewidmet sei.
Baugrund in einer Bauschutzzone!?   Darauf weiß nicht mal die MA 37 eine Antwort.
 
So  bleiben  die  Menschen wohl Spielball der Reichen und Mächtigen,  ohne viel Chancen
sich dagegen zu wehren!?
 
Erich Weber

2012-08-23