Verkehrspause zum Nachdenken bei den Wiener Linien


Die WVB wollten mit der heutigen Aktion zum Nachdenken

wegen der Gewaltakte gegen ihre Mitarbeiter animieren

Kam  es  doch in jedem Monat dieses Jahres zu Übergriffen auf  WVB-Mitarbeiter, zuletzt vor
einigen  Tagen  in  Wien  Ottakring  an  der  Endstelle  der  Linie 46.   Wie  ernst  die  Lage ist
zeigte auch ein Zwischenfall am Donnerstagmittag in einem U6 Zug im Bereich Nussdorfer-
straße.
Ein offensichtlich Drogenabhängiger bedrohte einen farbigen Mann in der U Bahngarnitur
und  konnte  nur  mit  Hilfe  eines  zufällig anwesenden Ordnungsdienstmitarbeiters sowie
großer  körperlicher  Anstrengung  aus  dem  Zug  befördert  werden.   Wäre wohl der Ord-
nungsdienstmitarbeiter  (in zivil & privat)  nicht anwesend gewesen,  hätte der ganz offen-
sichtlich  unter  Drogeneinfluss  stehenden  Mann  wohl  nicht  nur  den  Schwarzafrikaner
angegriffen,  sondern  sicher  auch  einen  ebenso  zufällig anwesenden WVB Mitarbeiter,
als der ihn ansprechen wollte.
Doch der Sicherheitsmann kam dem zuvor und sicherte so Fahrgäste und WVB Mitarbeiter
vor dem kräftigen großen Mann.   Angesichts dieser Geschichten, welche nahezu täglich in
den  Fahrzeugen  der Wiener Linien vorkommen,  ist wohl der drei minütige Stillstand zum
Nachdenken „wider der Gewalt“ eine gute Sache gewesen.
Wie  die  Wiener  Linien  dem  Gewaltpotenzial entgegentreten wollen ist uns schleierhaft,
denn  solange  keine  „Öffiwache“  Dienst  tut,  wird  es wohl immer weiterhin zu massiven
Problemen  kommen.   Ein  Vorbild  könnte  man  sich  an  so mancher  Deutschen Stadt
nehmen, wo „U-Bahnwachen“,  „Tramwachen“,  „Hochbahnwachen“ udgl. im Einsatz sind
um der Gewalt in den „Öffis“ entgegentreten zu können.
Seither  hat  sich  in  diesen Städten die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter und Fahrgäste
drastisch  verringert.   Daher ist wohl die Forderung von FPÖ und anderer Initiativen nach
einer Stadtwache, welche neben den „Parksheriffs“ auch die „Öffisicherung“ übernehmen
sollte  gerechtfertigt.   So  würde man wohl auch das  Drogendealer-Problem entlang den
Wiener U Bahnlinien (insbes. der U6) in den Griff bekommen.
Erich Weber
2014-06-13