Wie bastel ich mir einen Terroristen ?
Man nehme einen Internetspinner, der seinen fundamentalisitschen Schwachsinn über das World Web Net verbreitet. Dann klage man diesen wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und Nötigung der Republik Österreich an und verwahre ihn in Untersuchungshaft. Dazu biete man ihm vor Gericht noch ein Forum, daß dieser in seinem ganzen Leben nie gehabt hätte. Nicht zu vergessen die Medien, die das Ganze noch hochstilisieren.Prozess geht weiter
Im Wiener Landesgericht wurde heute, Dienstag, die Verhandlung gegen den 22-jährigen Mohamed M. fortgesetzt, nachdem ihn ein Arzt für verhandlungsfähig befunden hatte. Der Angeklagte ist seit Dezember 2008 im Hungerstreik und fühlte sich nicht in der Lage an der Gerichtsverhandlung teilzunehmen. Laut Anklage waren er und seine Frau Mona S. (21) zumindest ab März 2007 „Mitglied einer terroristischen Vereinigung, nämlich der Al Qadia bzw. anderer international tätiger radikal-islamischer Terrornetzwerke“. Der Staatsanwalt wirft Mohamed M. vor, in einem Drohvideo zu Terroranschlägen aufgerufen zu haben. Soviel zu den Fakten über Ereignisse, die sich bereits seit knappe zwei Jahren hinziehen. Aufmerksamkeitserregend war auch noch die Frau von Mohamed M., die stets ver- schleierte Mona S., die ihre Auftritte vor Gericht stets medienwirksam in Szene zu setzen wußte. Dies erweitertete den Bekanntheitsgrad von Mohamed M. ebenfalls erheblich. Sie war heute allerdings bei der Verhandlung, krankheitsbedingt nicht anwesend.Massenweise Internetspinner
Würde man alle, die ihren unsinnigen, radikalen oder verleumderischen Schwachsinn übers Internet verzapfen, verhaften und anklagen, wäre in der Baubranche keine Wirt- schaftskrise mehr. Diese wären dann Tag und Nacht beschäftigt, ein Gefängnis nach dem anderen zu bauen. An diesbezüglichen Foren besteht im Internet wahrlich kein Mangel. Ein gutes Beispiel dafür ist das Forum „Genderwahn“, als Fundgrube für Anklagen quer durchs Strafgesetz -buch.Mythos Mohamed
Vor seiner Verhaftung vor zirka 2 Jahren hatte diesen Mohamed M. kein Mensch gekannt. Seinen Bekanntsheitsgrad verschuf ihm die Inhaftierung und Anklage. Er und seine Frau wußten stets, wie der Gerichtssaal als Showbühne zu nutzen war. Bei seinen radikalen islamischen Glaubensbrüder, die in vor zwei Jahren nicht ein- mal gegrüßt haben, genießt er nun hohen Respekt. Vielleicht hat man nur versucht, radikale Ansätze im Keim zu ersticken. Dies ist jedoch gründlichst schief gegangen und man hat aus einem Nobody auf einmal einen Mythos geschaffen.Dieser Mann wird an wahrscheinlich grenzender Sicherheit, in der Zukunft zu den ganz Großen der radikalen fundamentalistischen Moslems zählen und das nur, weil man ihn dazu gemacht hat. Stauni
2009-02-10