Faulende Fischkadaver im Mühlbach
Bezüglich unseres Beitrags „Bald kein Storchenfest mehr in Marchegg?“ haben wir mit
zwei Neuigkeiten aufzuwarten. Vorerst die schlechte Nachricht. Eine Marchegger Bürgerin
mailte uns heute nachfolgende Bilder, die sie vom Mühlbach in Marchegg – im Bereich der
Brücke hinterm Schloss – aufgenommen hatte.
Keine Überlebenschance für Fische im Mühlbach
Nicht einmal die faulenden Kadaver werden entfernt
Dazu schrieb sie uns, dass es ihr das Herz zerreißt wenn sie ansehen muss was aus dem
einst herrlichem Mühlbach geworden ist, seitdem dieser unter der Verwaltung des WWFs
steht. Sie verstehe auch nicht, dass die Behörde dabei untätig zusieht und nicht reagiert.Das verstanden auch wir nicht und so kommt jetzt die gute Nachricht. Nach einer kurzen Redaktionsbesprechung entschlossen wir uns, nicht den „politisch korrekten“ Weg einzuhalten und uns nicht an die Presseabteilung der Niederösterreichischen Landesregierung zu wenden. Wir verkürzten den Amtsweg und kontaktierten gleich einen hochrangigen Beamten, der für dieses Ressort zuständig ist. Diesem (den wir hier namentlich nicht nennen) wurde das Problem vorgetragen und unser betreffender Beitrag zu diesem Thema zur Kenntnis gebracht.
Keine 10 Minuten später erhielten wir ein Mail mit folgender Antwort
Auf Grund unseres soeben geführten Telefonates wird die Wasserrechtsbehörde einen Akt
anlegen und die Technische Gewässeraufsicht bei der BH Gänserndorf, Herrn Ing. ******
beauftragen, eine entsprechende Erhebung beim Mühlbach durchzuführen.
Beim Telefonat mit dem Beamten der Niederösterreichischen Landesregierung erfuhren wir
auch folgendes. Beim Wasserrechtsgesetz handelt es sich nicht wie wir irrtümlich annahmen
um Landes- sondern sogar um ein Bundesgesetz. Aber auch dies dürfte dem WWF augen-
scheinlich egal sein. Zu dieser Erkenntnis gelangen wir zwangsläufig, wenn wir uns den
Zustand des Mühlbaches in Marchegg ansehen.Interessant erscheint uns auch die Information, dass Frau Karin Gorton (Geschäftspartnerin des WWFs) in allen wasserrechtlichen Belangen beim Eigenjagdrevier (Miteigentümerin) in Marchegg nicht in Erscheinung tritt, sondern dies der WWF tut. Nun mag sich dabei jeder denken was er will. Jedenfalls gehört der WWF behördlich angewiesen den Mühlbach schleunigst wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Wir bleiben an der Sache dran und werden wieder berichten, wenn es Neuigkeiten gibt. Egal ob diese positiv oder negativ sind. Zum Abschluss dieses Beitrags möchten wir noch eine Leseempfehlung für all jene abgeben, die mit den Geschäften des WWFs nicht so vertraut sind. Entweder können dies geneigte Leser(innen) kostenlos in unserem WWF-TRAILER tun, oder sie investieren 20,60 Euro und kaufen sich das sehr interessante „SCHWARZBUCH–WWF“.
Foto: © erstaunlich.at
***** 2012-08-21