Langweiliges Fest im Wiener Wurstelprater
Am Ostersonntag fand das alljährliche Osterfest im Wurstelprater statt. Doch anders als er-
wartet war es eher flau, was sich auch an den Besucherzahlen bemerkbar machte. So waren
am späten Vormittag kaum Besucher im Prater und mehr als ein Drittel der Betriebe geschlos-
sen.
Daran änderte sich auch am Nachmittag kaum etwas, nur zögerlich öffneten geschlossene
Fahrgeschäfte, doch Besucher waren deshalb auch nicht viel mehr da. Lediglich die Liliput-
bahn lockte hauptsächlich mit der Dampflokomotive zahlreiche Fahrgäste an, ansonsten blieb
es im Prater mau. Selbst am frühen Abend änderte sich an dem mäßigen Besucherstrom kaum
etwas, dies wohl auch, weil angekündigte Attraktionen dem Vernehmen nach nicht wirklich
stattfanden!?
Unser Lokalaugenschein, bei gutem Wetter und rund 14° war damit enttäuschend, was auch
Gespräche mit den Besuchern des Praters bestätigten. Diesmal gaben sich weder Praterservice
noch Praterverband große Mühe ein schönes fest auf die Beine zu stellen!?
Besonders auffallend ist, dass doch einige Betriebe noch gar nicht fertig gestellt sind, ob nun
neu oder nur an neuen Standorten. Ebenso fällt auf, dass alte eingesessene Betriebe gar nicht
mehr existieren, wie etwa einige Gastbetriebe. So gibt es seit Jahren „den wilden Mann“ nicht
mehr, im Vorjahr wurde auch „der Walfisch“ abgerissen und auch das Pratergartel ist nicht
mehr. Doch eine besonders große Lücke riss ein Brand Anfang 2013 in den Wurstelprater,
dem das ehemalige Holländerschiff zum Opfer fiel, seither klafft eine riesige Lücke mitten im
Prater.
Der Saisonauftakt 2014 war also schon bei der traditionellen Eröffnung der Schweizerhauses und jetzt beim Osterfest trotz Frühlingswetters eher verpatzt. Geht es mit dem Wurstelprater nun endgültig bergab? Erich Weber 2014-04-21