Die chronische Wirkung von Marihuana auf die Denkleistung
Die akute Wirkung von Marihuana auf Denkfunktionen ist bekannt und in ihren wesentlichen
Ausprägungen in der wissenschaftlichen Cannabisforschung unumstritten. Anders sieht es
aus mit möglichen langzeitigen Beeinträchtigungen der Wahrnehmungs- und Denkfunktionen
durch einen langzeitigen Konsum.
Bisher gibt es erst eine Längsschnittuntersuchung zu diesem Thema aus dem Jahre 1999,
daneben eine Anzahl von Querschnittstudien, durch die man sich Antworten auf diese Frage
erhofft.
Zu den bekannten Erfahrungen des Cannabisrausches zählen Effekte auf Wahrnehmungs-
und Denkfunktionen. Dazu gehören Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, d er Konzent-
rationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, Veränderungen der Denkprozesse mit assoziativer
Lockerung, Veränderung der Wahrnehmung sensorischer Reize (Schmecken, Riechen,
Sehen, Hören, Tasten) und der Zeitwahrnehmung.
Diese Effekte zählen zum Teil zu den vom Cannabiskonsumenten erwünschten Aspekten
des Cannabisrausches und führen andererseits dazu, dass die Fähigkeit zur Ausführung
von Tätigkeiten, welche Konzentration, Aufmerksamkeit und zielgerichtetes Denken er-
fordern, wie beispielsweise Autofahren oder die Bewältigung anspruchsvoller mentaler Auf-
gaben, während des akuten Rausches herabgesetzt ist.
Quelle: Dr. Franjo Grotenhermen
Lungenschäden durch Cannabis
Langjähriger Cannabis-Konsum kann die Lunge schwer schädigen. Dies das Fazit
einer Studie des Universitätsspitals Bern.
Unter den Patienten, die in den letzten Jahren am Inselspital wegen Lungenkollaps (symp- tomatischer spontaner Pneumothorax, SSP) und Lungenemphysem operiert werden muss- ten, befanden sich etliche junge Menschen mit fortgeschrittener Zerstörung des Lungen- gewebes. Die Lunge bildet zuerst große Blasen, danach platzt eine dieser Blasen und die Lunge kolla- biert, weil sie wegen der ausgetretenen Luft nicht mehr genug Platz zum Atmen hat. Die- ses bullöse Lungenemphysem kam in dieser ausgeprägten Form früher bei jungen Patienten nicht vor.
Prof. Ralph Schmid, Chefarzt und Direktor der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie am Insel- spital Bern, ging mit seinem Team über zweieinhalb Jahren diesem Phänomen nach. Seine Studie wird in diesen Tagen im European Journal of Cardio-thoracic Surgery (Europäische Zeitschrift für Herz- und Thoraxchirurgie) veröffentlicht.
102 Patienten untersucht
17 der jungen SSP-Patienten – 16 Männer und eine Frau, Durchschnittsalter 27, alles Can-
nabis-Konsumenten – wurden im Rahmen der Berner Studie systematisch untersucht. Die
Forscher sprachen mit den Patienten, durchleuchteten den Brustkorb mit Röntgen und
Computertomographie, studierten die Krankengeschichte, prüften die Lungenfunktion und
untersuchten Gewebeproben der Lunge im Labor.
Die gleichen Untersuchungen wurden an einer Kontrollgruppe von 85 Nicht-Cannabiskon- sumenten (Durchschnittsalter 24 Jahre) durchgeführt. Die Resultate wurden danach mit jenen einer früheren Untersuchung an 75 SSP-Patienten verglichen. Regelmässiger Cannabis-Konsum. Die 17 Untersuchten hatten im Schnitt während 8,8 Jahren täglich 6 Joints und während durchschnittlich 11,8 Jahren täglich Zigaretten geraucht. Welche der inhalierten schädig- enden Substanzen im Rauch für den ausgeprägten Lungenschaden verantwortlich ist, ist bisher unklar. Nachgewiesen wurden von den Wissenschaftern Cannabis-Fasern, die aus den ungefilterten Joints direkt in die Lunge gelangen und dort als Entzündungsherde wirken. In der Kontrollgruppe mit Patienten im gleichen Alter trat kein Lungenemphysem auf, obschon sich in dieser Gruppe 74 regelmäßige Tabak-Raucher befanden. Prof. Schmids Fazit: „Die Dosis macht das Gift: Wer jahrelang regelmäßig, insbesondere täg- lich, Cannabis konsumiert, muss mit schweren Lungenschädigungen und Atembehinderung- en rechnen.“ Angesichts der Verbreitung des Cannabis-Konsums warnt der Berner Thorax- chirurg auch vor den gesundheitspolitischen bzw. finanziellen Folgen.
Quelle: Universitätsspital Bern
Unser Fazit
In Anbetracht unseres gestrigen Beitrags sahen wir uns veranlasst, unsere Meinung wissen-
schaftlich zu untermauern und haben im Web ein wenig recherchiert. Dabei haben sich un-
sere Thesen bezüglich Cannabis und Marihuana bestätigt.
Die zwei Berichte, wie wir sie im Original in unseren Beitrag kopiert haben, stammen von einem namhafte Arzt und einer bekannten Klinik. Solche medizinischen Aussendungen finden sich zahlreich im Internet. Wir können nur jedem Kiffer der gerade nicht stoned ist anraten, sich diese durchzulesen. Auch jene Grüne Politiker oder sonstige Volksvertreter dieses Couleurs, die dieses Rausch- gift so verharmlosen und eine Legalisierung dafür fordern, kann nur ans Herz gelegt wer- den sich mit der Materie eingehend auseinander zu setzen. Es ist absolut verantwortungs- los Werbung für Cannabis und Marihuana zu betreiben. *****
2010-10-05