Jeder fünfte Wiener Lehrling fiel bei Lehrabschlussprüfung durch
Im Beitrag „Deitsche Sprache nix wichtig“ haben wir uns mit der Lehrlingsausbildung der
Stadt Wien beschäftigt. Immerhin bildet diese Lehrlinge in 15 Berufen aus. Bei den Auf-
nahmekriterien für einen Lehrplatz fiel uns auf, dass keine Deutschkenntnisse verlangt
wurden.
Dass man auf Deutsch keinen besonderen Wert legte, bestätigte die Gemeinde Wien auch
dadurch, dass alle Informationen über die Lehrlingsausbildung in englischer, bosnischer,
kroatischer, polnischer, serbischer und türkischer Sprache zur Verfügung standen. Offen-
bar resultierte dieser sprachliche Multikulti-Versuch aus der ungezügelten Zuwanderung
und der gescheiterten Einwanderungspolitik.
Wir nehmen an, dass auch Betrieben aus der Privatwirtschaft – die ebenfalls Lehrplätze
zu Verfügung stellen – keine ausreichende Anzahl von deutschsprachigen Jugendlichen
zur Verfügung standen. Rote und grüne Politiker(innen) fordern und forcieren ja bereits
seit Jahren fremdsprachigen Unterricht in den Schulen.
Dieser Umstand hat sich nun gerächt. Das Jahr 2012 brachte einen traurigen Rekordwert
an nicht bestandenen Lehrabschlussprüfungen. Satte 19 Prozent aller Wiener Lehrlinge
fielen bei der Lehrabschlussprüfung durch. Dies ist der Höchstwert seit dem Jahr 1975.
Unser Fazit: Wer die Landessprache nicht ausreichend beherrscht, wird in keinem Land
der Welt eine Prüfung bestehen.
SPÖ-Landtagsabgeordneter wälzt die Schuld auf Betriebe ab
Wenn Fehler gemacht werden, sollte man sich diese auch eingestehen. Nicht so die SPÖ,
denn Multifunktionär Christoph Peschek, SPÖ-Landtagsabgeordneter und Gemeinderat,
Wiener Jugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus,
Papier (GPA-djp), versucht nun den „Schwarzen Peter“ den Betrieben zuzuspielen. Er
unterstellt diesen, Ausbildung mit Ausbeutung zu verwechseln.
Dazu Peschek wörtlich: „Wir müssen endlich dem Missbrauch von Lehrlingen als billige
Arbeitskraft einen Riegel vorschieben, denn dieser bedeutet Zukunftsraub! Wenn berufs-
fremde Tätigkeiten wie Wurstsemmel holen oder die Schwerpunkte in der Lehre Kaffee
kochen, kopieren oder aufkehren sind, dann müssen alle Alarmglocken läuten.“
Da staunen wir aber, denn auch die Lehrlinge in den 70er Jahren holten Wurstsemmeln
und kochten Kaffee, wobei diese – bis auf eine unbedeutende Anzahl – ihre Abschluss-
prüfungen bravourös meisterten. Dass kopieren von Unterlagen und seinen Arbeitsplatz
sauber halten zu einer normalen Tätigkeit gehört, scheint Peschek nicht zu wissen.
Wir haben uns die schulische und berufliche Laufbahn des SPÖ-Multifunktionärs ange-
sehen und müssen feststellen, dass dieser das gar nicht wissen kann.
Schulische Ausbildung:
1990 – 1994 Volksschule Natorpgasse1994 – 2001 AHS Polgarstraße
2001 – 2002 ÖGB-Ausbildung in Arbeits- und Sozialrecht Auf Grund der Tatsache, dass Peschek nur 7 Jahre in der AHS absolvierte kommen wir zur berechtigten Annahme, dass dieser nicht einmal maturiert hat. Es sei denn er war ein Wunderkind und hatte eine Klasse übersprungen. Allerdings glauben wir das nicht. Der ein- jährige Schnellsieder-Kurs beim ÖGB in Sachen „Arbeits- und Sozialrecht“ dürfte das Kraut auch nicht fett gemacht haben. Beruflicher Werdegang: Seit 2001 Jugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) – Wien
seit 2007 Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter(innen) (FSG) – Wien 2009-2010 Bezirksrat und Jugendbeauftragter für den 22. Wiener Gemeindebezirk
seit 2010 Landtagsabgeordneter und Gemeinderat Hier wertet nun ein Mann, der offenbar nicht einmal zur Matura antrat – geschweige denn einen Beruf erlernt hat, über Betriebe und beurteilt bzw. kritisiert deren Lehrlingsaus- bildungsprogramme. Das einzige was Peschek augenscheinlich erlernte, war und ist die Funktion eines perfekten SPÖ-Parteigängers. Mit solchen Politikern in verantwortlichen Positionen würde es uns nicht wundern, wenn in einigen Jahren kein Lehrling mehr seine Abschlussprüfung besteht oder es überhaupt keine qualifizierten Auszubildenden mehr gibt. *****
2013-02-14