LESERINNEN-BRIEF
Bezüglich unserer Beiträge „MA 49 – Beamter degradiert …. TEIL 1 und TEIL 2“ haben
wir heute von Frau Karina Kalks nachfolgenden Leserbrief erhalten:
Fotocredits: moments in time
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wie Sie schon berichteten, geriet ich Ende Juni 2012 mit meinen Hunden in eine Situation, die
ich normalerweise nicht für möglich gehalten hatte. Die Hitze des Sommers, viele Menschen
in einer Stadt, das Leben miteinander, oft schon von der Stadt Wien thematisiert und
behandelt und auch mit viel Geld der Aktion „Miteinander“ unterstützt.
Daher umso überraschender, gerade von einem Mitarbeiter der Gemeinde Wien bedroht,
beschimpft und geschädigt zu werden (kaputtes Handy, verlorene Autoschlüssel und Geld).
Trotzdem bemühte ich mich um De-Eskalation der Situation und wandte mich an die Stadt
Wien sowie die Vorgesetzten des betroffenen Gemeindebediensteten. Die Reaktion von Hrn.
Oberamtsrat Ing. Günther Annerl wie folgt:
Sehr geehrte Frau Kalks!
Bezugnehmend auf Ihr Email vom 1. Juli 2012 – betreffend ihre Beschwerde über Hrn. R.
antworte ich Ihnen als Personalchef der MA 49 im Auftrag von Hrn. Forstdirektor DI
Januskovecz.
Leere Worte…..
Herr R. zeigte sich verwundert, wie er mit den von Ihnen beschriebenen Äußerungen kon-
frontiert wurde und stellte klar, dass er Ihnen gegenüber weder aggressiv aufgetreten ist
noch Sie beschimpft hat. Auch den von Ihnen erhobenen Vorwurf – er hätte die Hunde
getreten – weist unser Mitarbeiter entschieden zurück. Herr R. hat sich in diesem Zusam-
menhang auch bereit erklärt, eine entsprechende Erklärung (Sachverhaltsdarstellung) zu
unterschreiben.
Hier wurde ich eindeutig der Lüge bezichtigt
Seitens der MA 49 wird abschließend festgehalten, dass derartige Situationen erst gar nicht
entstehen können, wenn die Hunde entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen an der
Leine geführt worden wären. Und dann wird heftig nachgetreten, wir die Bürger der Stadt
sind schuld!
Seit letzter Woche ist Hr. R. in dieser Angelegenheit rechtskräftig zu einer Geldstrafe verur-
teilt (§125 StGB), Verhandlung am 21. November 2012, Bezirksgericht Gänserndorf. Ich
würde die Gemeinde Wien und im speziellen Hrn. Ing Günther Annerl darum bitten, im Sinne
des Umweltgedankens die Sachverhaltsdarstellung von Hrn. Ruzicka umweltschonend zu ent-
sorgen und nicht in den normalen Müll zu werfen.
Viele Grüße
Karina Kalks
Anmerkung der Redaktion
Zum letzten Absatz des Leserbriefes von Karina Kalks möchten wir noch anmerken, dass
es für die involvierten Vorgesetzten des Herrn R. sicherlich auch nicht nachteilig wäre, eine
Schulung in Menschenkenntnis und einen Kurs in „Wie benehme ich mich gegenüber
Bürger(innen)“ zu belegen. Denn Frau Kalks wurde als Lügnerin hingestellt und der
mittlerweile in dieser Causa abgeurteilte Herr R., seitens seiner Vorgesetzten als freundlich
und zuverlässig bezeichnet.
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2012-12-21