Steueroasen
Peter Pilz fragt sich
Screen: facebook.com (Account: Die Grünen Österreichs)
ERSTAUNLICH steht den Grünen mit Sicherheit kritisch gegenüber. Wir halten diese zum
Teil für realitätsfremd aber auch für machtgeil. Bestes Negativbeispiel für die Grünen ist
deren Regierungsbeteiligung in Wien.
Aber auch ein blindes Huhn findet hie und da mal ein Korn. Daher meinen wir, Ehre wem
Ehre gebührt. In diesem Fall dem NAbg. und Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz.
Dieser trifft folgende Feststellungen und stellt dazu berechtigte Fragen.
Die OMV tut es. Die AUA tut es. Raiffeisen, Bank Austria und alle anderen tun es. Sie grün-
den Töchter in Steueroasen. Warum?
Antwort 1: Sie verstecken Geld, ihr eigenes oder das ihrer Kunden. Weil es schwarz oder
grau ist und eine gründliche Wäsche braucht.
Antwort 2: Sie vermeiden Steuerzahlungen in Österreich.
Antwort 3: Eine legale und seriöse Antwort fällt mir nicht ein.
Dazu tun sie so, als würden sie auf den British Virgin Islands oder auf Guernsey wirtschaft-
lich tätig sein. Wie die Beispiele zeigen, bemühen sie sich bei dem Schwindel gar nicht
besonders.
Die Finanzministerin weiß das alles. Aber sie tut nichts, weil sie das Grundgesetz der moder- nen Finanzen kennt: Was die Großen nicht zahlen, zahlen die Kleinen. Bankgeheimnis, Offshore-Paradiese und eine Finanzministerin, die verlässlich politisch Schmiere steht – das haben wir, solange die ÖVP mitregiert. Auch wir fragen uns warum diese Firmen, das in Österreich erwirtschaftete Geld mittels Töchter-Firmen in Steueroasen anlegen und nicht in der Alpenrepublik investieren. Der- artige Investitionen würden nämlich die österreichische Wirtschaft beleben und Arbeits- plätze schaffen bzw. sichern. Und mit einem Satz hat Peter Pilz absolut recht: „Was die Großen nicht zahlen, zahlen die Kleinen.“ Die Klein- und Mittelbetriebe bekommen dies nämlich täglich zu spüren. ***** 2013-04-16
Scheinangebot der OMV?
Steht bereits jahrelang zum Verkauf
In Bruck an der Leitha wird seit Jahren ein Grundstück zum Verkauf angeboten. Auf diesem
befand sich früher eine Tankstelle. Möglicherweise konnte der Betreiber dieser Tankstelle, die
strengen Auflagen zum Schutz der Umwelt nicht mehr einhalten und ließ das Objekt auf. Für
diese Vermutung würde auch sprechen, dass sich bis dato kein neuer Tankstellenbetreiber
mehr gefunden haben dürfte.
Aber sei wie es sei, dass besagte Grundstück steht seit einigen Jahren zum Verkauf. Die da-
rauf befindlichen Baulichkeiten (ehemaliges Kaffeehaus, Waschstraße und Flugdach) sind in
keinem optimalen Zustand mehr und müssen vermutlich abgerissen werden. Dies dürfte auch
dem Grundstücksverkäufer bekannt sein – und so bietet dieser nur das Grundstück zum Ver-
kauf an.
Fotos: © erstaunlich.at
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Wie bereits erwähnt, wird für das obige Grundstück bereits seit mehreren Jahren ein Käufer
gesucht. Zwischenzeitlich waren die Angebotstafeln für kurze Zeit verschwunden und so
dachten wir, dass es bereits einen Besitzerwechsel gegeben hat. Doch weit gefehlt, vor
einigen Tagen wurden diese Tafeln wieder aufgestellt.
Dies erweckte unsere Neugier und deshalb begannen wir zu recherchieren. Besitzerin des
besagten Grundstücks – mit einem Gesamtausmaß von 3.235 m2 – ist die OMV.
Industriegrundstücke werden in Bruck/Leitha um und bis zu 35,- Euro (netto) pro Quadrat-
meter gehandelt, wobei sich dieser Betrag bereits an der oberen Preisgrenze befindet. Zu
Vergleichszwecken haben wir uns zwei Angebote eines renommierten Brucker Immobilien-
händlers herausgesucht. Diese entsprechen in etwa dem gleichen Standard wie das Grund-
stück der OMV.
Screen: willhaben.at
Unrealistische Preisvorstellung oder Scheinangebot?
Als wir uns beim Makler des OMV-Grundstückes erkundigten, was der Preis für das angebot- enen Objekt sei, fielen wir aus allen Wolken. Für dieses wird nämlich sage und schreibe 270.000,- Euro (netto) verlangt. Das ist fast das Dreifache vom ortsüblichen Grundstückspreis. Dabei sind die Abrisskosten für die auf dem Grundstück befindlichen Baulichkeiten noch nicht berücksichtigt. Damit ist für uns klar, warum sich für dieses Objekt noch kein Käufer gefunden hat. Nun gehen wir davon aus, dass sich in der Immobilienverwaltung der OMV fachkundiges Personal befindet, das sehr wohl über den Preisspiegel für Grundstücke in Bruck/Leitha ausreich- end informiert ist. Daher stellt sich für uns die Frage, warum hier eine Fantasiesumme verlangt wird. Könnte es sein, dass die OMV dieses Grundstück gar nicht verkaufen will? Wenn dem tat- sächlich so ist fragen wir uns, ob dies nur ein reines Scheinangebot ist und welchen Zweck die halbstaatliche Mineralölfirma damit verfolgt. *****2012-09-30
Spritpreis-Wahnsinn TEIL 2
Treibstoffpreis schraubt die Inflation in die Höhe
Vor knapp über einem Jahr haben wir den Beitrag „Spritpreis-Wahnsinn“ verfasst. Mittlerweile hat sich die Situation wesentlich verschärft und die Preise für Treibstoff – egal ob Diesel oder Benzin – haben rekordverdächtige Höhen erreicht. Nicht etwa weil der Rohstoff Erdöl knapp wurde, sondern vor allem weil sich die Mineralölfirmen unverschämt die Taschen vollstopfen. Bedenkt man, dass der Liter Treibstoff (Diesel oder Benzin) in Österreich im Jahre 2006 durch- schnittlich 80 Cent kostete, kostet er heute sagenhafte 1,50 Euro. Das freut natürlich die Finanzministerin, die mit rund 50% Mineralölsteuer am Spritpreis mitnascht und die halbstaat- liche OMV. Letztere erwirtschafte mit den hohen Treibstoffpreisen einen Umsatz von 34 Milli- arden Euro und davon 2,5 Milliarden Gewinn im vorangegangenen Geschäftsjahr. Dem einen Freud ist des anderen Leid, sagt eine alte Volksweisheit. Wobei das Leid bereits volkswirtschaftliche Schäden zu verursachen beginnt. Denn ein hoher Treibstoffpreis dreht die Inflationsschraube unweigerlich nach oben. Dabei geht es nicht nur um die Autofahrer(innen), die mit ihren Fahrzeugen zur Arbeit fahren, sondern in nahezu jedem Lebensbereich spielt der Treibstoff eine Rolle. Und sei es nur das morgendliche Frühstückssemmerl, denn auch für dieses wurde Treibstoff benötigt. Begonnen von der Aussaat auf dem Feld mittels Traktor bis zur Anlieferung in eine Bäckerei.Reiner Populismus ohne nachzudenken
Einen zwar sehr populistischen aber ebenso unsinnigen Vorschlag machte BZÖ-Chef Josef Bucher. Er ruft Österreichs Autofahrer(innen) zu einem Tank-Boykott am kommenden Don- nerstag dem 1. März auf. Mit dieser Aktion soll den Öl-Multis die Macht der Konsumenten gezeigt werden. Abgesehen davon, dass sich diese höchstens einen Ast darüber lachen werden, wäre ein solcher Tank-Boykott völlig sinnlos und undurchführbar. Sinnlos deshalb, da der am 1.März nicht getankte Treibstoff eben am Folgetag nachgetankt werden müsste. Undurchführbar deshalb, da ein leerer Tank der nicht nachbefüllt wird zur Folge hat, dass das betreffende Fahrzeug zum Stillstand gelangt. Wie werden dann Personen, die auf ihr Auto angewiesen sind zur Arbeit gelangen? Möglicherweise ist ein Herr J. Bucher abkömmlich und es fällt vielleicht auch nicht auf, wenn dieser einen Tag nicht zur Arbeit erscheint. Für Otto Normalbürger trifft dies auf jeden Fall nicht zu, denn ein unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz könnte den Job kosten. Wie werden Professionisten, begonnen vom Taxifahrer bis hin zum Installateur-Betrieb ihren Dienstleistungen am Kunden nachkommen? Nein, die Befolgung eines Aufrufes zu einem Tank- Boykott wäre nicht nur schwachsinnig, sondern würde die Volkswirtschaft zusätzlich schädigen. Ein Herr J. Bucher sollte vielleicht nachdenken was er von sich gibt, auch wenn das BZÖ keine politisch tragende Rolle in Österreich spielt und kaum jemand eine Aufforderung der Orangen befolgt. Die einzigen Maßnahmen zur Abwendung weitere Schäden an der Volkswirtschaft durch die weit überhöhten Treibstoffpreise wären eine sofortige Senkung der Mineralölsteuer, sowie eine amtliche Preiskontrolle. Ein oberes Preislimit von maximal 1,20 Euro für einen Liter Treib- stoff, wäre in Zeiten wie diesen vernünftig.Sollte dies die Finanzministerin und/oder auch die Bundesregierung nicht realisieren können, werden sie über kurz oder lang nicht nur keine Einnahmen mehr aus Treibstoffverkäufe luk- rieren können, sondern auch in etlichen anderen Bereichen auf Steuereinnahmen verzichten müssen. Denn mit unbezahlbarem Treibstoff, werden in absehbarer Zeit alle Räder – aller- dings unfreiwillig – still stehen. ***** 2012-02-27
Philosophien eines „Kriminellen“
GASTAUTOREN – BEITRAG
Der Einbrecherkönig an seine Prinzessin
Guten Morgen Liebling: Es ist noch dunkel, aber gar nicht kalt. Du kannst vermutlich
heute ein wenig länger schlafen. Ich habe gerade im Bett folgende surreale Überlegung:
Mein Leben, mein Gehirn ist momentan auf einem immer selben Gleis eingefahren. Es
kommt nicht Wichtiges, Interessantes dazu. Ich bleibe auf meinem derzeitigen Wissen
stehen und meine derzeitigen Bekannten tragen zu keiner Wissensvermehrung bei.
Wenn Du auf Ausgang kommst, müssten Du und ich zu einem Metzger, einen Chirurgen
oder einen Psychiater gehen, der müsste unsere Gehirne aus dem Schädel auslösen, in
ein Gefäß geben und gründlich durchrühren, zusammenmischen und dann wieder je
zur Hälfte in unsere Köpfe einfüllen.
In schätzungsweise rund 20 Jahren oder auch später, wird man sein Gehirn, bzw. die
Gedanken, das Gedachte abspeichern können, dann kann es der Computer so durch-
mischen wie ich erwähnte. Bis ins 15. Jahrhundert konnten die Menschen nur ganz
wenige Erfahrungen an Nachkommen weitergeben, mit Gutenberg begann die Weiter-
gabe auf Papier in mehrfacher Form.
Mit Computer werden in naher Zukunft fast alle Gedanken weitergegeben, analysiert,
verwertet werden. In meinen Kurs beim AMS muss ich noch 5 mal gehen. Am Mon-
tag von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr. Das mache ich noch einmal, bevor ich aber in
einen nächsten Kurs geschickt werde, gehe ich in Pension, denn so ein Kurs bringt gar
nichts.
Obwohl: Jedes Negativum bringt auch etwas Positives. Denk mal nach darüber, ob Du
irgendetwas kennst, dass nur negativ ist. Selbst die Haft ist auch positiv, weil Du Dir
jetzt sagst, Du musst Dein Leben ändern und Du lernst die Qual der Zusammenführung
meist „schlechter“ Menschen kennen.
Natürlich sind das in Haft keine schlechteren Menschen, werden aber von unserer Gesell-
schaft als solche betrachtet. Und daraus musst Du lernen. Die Menschen in Haft leisten
einen positiven Beitrag zu unserer Gesellschaftsordnung. (Wie das Bundesheer zur Sicher-
heit) Alle fürchten sich vor dem Gefängnis und das bewirkt, dass sich Menschen an die
Gesellschaftsordnung halten, obwohl diese nicht positiver als die Kriminalität ist. Krimi-
nalität ist eine oppositionelle „Ordnung“.
Aber auch unsere Gesellschaftsordnung müsste man in Anführungszeichen schreiben, weil
es ebenfalls eine negative Ordnung ist, in der sich Menschen über andere stellen und sich
mehr vom Kuchen nehmen „dürfen“, als es ihnen zusteht. (Der OMV-Direktor „verdient“
400 mal so viel wie ein Arbeiter, dafür, dass er sein ganzes Leben den „richtigen“ Leuten
in den Arsch gekrochen ist.)
Warum verdient ein Bäcker mehr als ein Tischler und ein Koch weniger als ein Maurer?
Weil den Gewerkschafter XXX bei den Gehaltsverhandlungen am Montag bessere Argu-
mente einfielen als er am Dienstag hätte und auch schon bei vorhergehenden Gehaltsver-
handlungen die Arbeitgeberseite mit Argumenten besser motivieren konnte mehr zu
bezahlen als der Verhandler etwa der Rauchfangkehrer.
Ich werde versuchen öfter nicht daheim zu essen, sondern in der Mensa der Wirtschafts-
uni, wo es auch nicht so teuer ist und versuchen mit den Studenten ins Gespräch zu
kommen, denn meiner Überlegung nach Investiert man den Gewinn ganz einfach in seine
Firma und zahlt dadurch weniger Steuer.
Und je mehr die Firma dadurch wert wird, weil Du ja auf Kosten der übrigen Wirtschafts-
teilnehmer weniger Steuern bezahlst, umso reicher wirst Du, oder Wlaschek (Billa-Grün-
der), oder Mateschitz (Red-Bull-Gründer) etc. Aber ob meine Überlegung ganz so stimmt?
Ernst Stummer
2011-11-27
Österreicher(innen)! Ein devotes Volk?
Gastautoren-Beitrag
Schluss mit der Verarsche! „Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen“, das hat schon US-Präsident Abraham Lincoln vor rund 150 Jahren gesagt. In Österreich sind wir heute so weit. Wir werden seit Jahren, seit Jahrzehnten, von unseren Regierungen belogen, betrogen und für blöd verkauft. Jetzt ist Schluss mir der Verarsche. Wir wehren uns. Beispiele gefällig? Derer gibt es genügend. Jüngstes Beispiel 24. März 2011. Wirtschafts- minister Mitterlehner (ÖVP) lädt medienwirksam zum „Spritpreisgipfel“. Mit dabei: Vertreter der Mineralölindustrie, des Treibstoffhandels, der Autofahrerclubs, der Bundeswettbewerbs- behörde und des VCÖ. Nicht mit dabei: Vertreter der Opposition, Vertreter der Arbeiter- kammer und Vertreter der Konsumentenschützer. Bereits im Vorfeld!!! wird über die Medien verlautet, dass dieser Gipfel zu keiner Senkung der Benzinpreise führen wird. Tolles Ergebnis des „Gipfels“: Tankstellen werden künftig die Preise an eine Datenbank melden müssen. Na super! Die Medien – allen voran der staatliche ORF, den wir mit unseren Zwangsgebühren finanzieren – berichten positiv über dieses „sensation- elle“ Ergebnis. Wenn wir jetzt nachdenken, dann stellen wir uns folgende Fragen: Wieso lädt ein ÖVP-Wirtschaftsminister zu einem „Spritpreisgipfel“, nachdem er selbst mit Jahreswechsel die Mineralölsteuer erhöht hat und so den Sprit teuer wie nie gemacht hat? Kleine Anmerkung: Die Steuern auf Sprit machen rund 80 Prozent des Preises aus! Wieso ist von Vornherein klar, dass dieser Gipfel zu keiner Senkung der Preise führen wird? Könnte es sein, dass dieser Gipfel nur eine reine Verarsche der Bevölkerung ist? Wieso werden steigende Preise am internationalen Rohölmarkt sofort an die Kunden weiter gegeben, obwohl die Lager noch mit dem billigeren Öl voll sind und in Österreich noch für rund drei Monate reichen? Und warum werden sinkende Preise am Ölmarkt verspätet oder gar nicht an die Autofahrer weiter gegeben? Warum berichten die Medien so positiv über dieses Nicht-Ergebnis? Könnte es vielleicht da- ran liegen, dass die OMV ein nicht unbedeutender Werbekunde ist, der Inserate und/oder Fernsehspots in Millionenhöhe schaltet (die übrigens mit dem Geld bezahlt werden, das wir an der Tankstelle abgeben)? Warum beurteilen alle am „Gipfel“ beteiligten Organisationen das Nicht-Ergebnis so positiv? Könnte es daran liegen, dass sie keinerlei Nachteil dadurch erleiden? Und sagt uns das nicht, dass die uns nur verarschen? Wer kann sich noch daran erinnern, dass die Grünen vor Jahren gefordert haben, dass der Liter Benzin 20 Schilling kosten soll und zu Recht von allen für völlig bescheuert gehalten wurden. Hallo! Heute kostet der Sprit Euro 1.50,- Wie viel ist denn das in Schilling? Richtig: 20,60 Schilling! Es wird Zeit nachzudenken! Lassen wir uns nicht länger verarschen! Nächstes Beispiel gefällig? Atomkraft. Durch die tragischen Ereignisse in Japan ist Beweg- ung in die Diskussion gekommen und die Politik ist unter Zugzwang, weil sich das Volk – die Wähler – zu Recht fürchten. Nicht vor der Verseuchung in Japan – obwohl uns der ORF täglich beruhigt und meldet, dass die Strahlung in Japan keinerlei Auswirkung auf uns hat.No na, Japan ist fast 10.000 Kilometer von Österreich entfernt – aber vor den Atom- kraftwerken die an unserer Grenze stehen. Und die sind alles andere als sicher. Krsko zum Beispiel steht in Kroatien auf einer Erdbebenlinie und entspricht in keinster Weise den hohen Sicherheitsstandards der japanischen AKW’s. Und wie sicher die sind sehen wir gerade.
Dafür verspricht uns der ÖVP-Umweltminister einen „Stresstest“ für europäische Atom- kraftwerke. Hallo!!! Der Stresstest läuft gerade in Japan. Und es schaut so aus, als wür- den die japanischen Kraftwerke den Stresstest „knapp“ nicht bestehen. Da wird die Regierung von der Opposition, auf Initiative der FPÖ (was übrigens in keinem einzigen Medium erwähnt wurde), zu einer Sondersitzung des Parlaments, zum Thema Atomkraft, gezwungen. Alle Parteien sprechen sich selbstverständlich gegen die Atom- kraft aus – was leicht ist, weil es in Österreich kein Atomkraftwerk gibt.
Der Haken an der Sache: Dass es kein AKW in Österreich gibt, ist nicht das Verdienst der Politik, sondern das Verdienst des Volkes. Denn das Volk hat sich mittels Volksabstimm- ung gegen die Atomkraft ausgesprochen. Aber der Gag kommt noch. Alle Parteien in Österreich – mit Ausnahme der FPÖ – haben sich zum sogenannten Lissabon-Vertrag bekannt und diesem zugestimmt.
In diesem Lissabon-Vertrag ist die Mitgliedschaft Österreichs zu EURATOM festgeschrieben. Mit anderen Worten: Österreich hat sich mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grü- nen dazu verpflichtet die Atomenergielobby in EU-Europa mit einem jährlich abzuliefern- den, zweistelligen Millionenbetrag zu unterstützen und zu fördern. Genau jene SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grüne, die uns in der Sondersitzung erklärt haben, wie pfui die Atomkraft doch ist. Jetzt kommt unser Bundeskanzler, der in der letzten regulären Sitzung des Nationalrates, trotz mehrmaliger Aufforderung durch alle Parteien, kein Wort über den EURATOM-Ver- trag verloren hat daher, und spielt sich als der große Atom-Verhandler in Brüssel auf. Kleine Anmerkung: Die Regierungsparteien haben alle Anträge der Opposition, auf Aus- stieg aus dem EURATOM-Vertrag, abgelehnt. Österreich hätte jetzt – angesichts der Katastrophe in Japan – die Chance, einen europä- ischen Atom-Ausstieg zu verlangen. Dies auch deshalb, weil wir als Nettozahler marode Volkswirtschaften wie Griechenland, Irland und in Kürze auch Portugal, mit Milliarden an österreichischem Steuergeld auffangen werden müssen. Was ist leichter als zu sagen: Geld gegen Atomausstieg?
Es bleibt abzuwarten, was unsere Regierung macht. Auch, oder gerade bei Kroatien, das sich um eine EU-Mitgliedschaft bemüht, wäre es ein leichtes den Beitritt mit einer Abschalt- ung von Krsko zu verbinden. In Kenntnis unserer Regierung wage ich die Prognose, dass nichts von alledem passieren wird und Österreich zu allem brav Ja und Amen sagen wird. Wollen wir das? Lassen wir uns weiter verarschen? Denkt mal nach! Mit freundlichen Grüßen Martin Zampach 2011-03-25
Säure statt Fruchsaft
Österreichische Presse schweigt
In der vergangen Woche berichteten bulgarische Medien über einen ernsthaften Vorfall, der
den österreichischen Tageszeitungen, aus welchen Gründen auch immer, keine einzigeZeile wert war. Das Erstaunliche an der Nichtberichterstattung ist, da von dem Vorfall immer- hin zwei österreichische Traditionsunternehmen betroffen waren.

Zahlreiche bulgarische Zeitungen berichteten über den Vorfall
Säure statt Fruchtsaft
Ein 59-jähriger Mann kaufte sich an einer OMV-Tankstelle in der Stadt Varna, eine FlascheFruchtsaft der Marke „Rauch“. Als er nach dem Öffnen der original verschlossenen Flasche,
einen kräftigen Schluck aus dieser nahm, zog er sich schwerste Verätzungen im Mund-,
Rachen- und Magenbereich zu.
Der Mann wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein nahe gelegenes Spital ver-
bracht. Die Polizei beschlagnahmte alle Getränkeflaschen der Marke Rauch. Diese wurdeneinem Sachverständigen übergeben. Ausserdem soll dieser klären, wie die ätzende Flüssig-
keit (vermutlich Säure) in die Fruchtsaft-Flasche der Firma Rauch gelangte.
Die OMV erklärte sich sofort bereit mit allen ermittelnden Behörden zu kooperieren, um den
Fall möglichst schnell aufzuklären. „Diese Angelegenheit ist für uns sehr unangenehm“, so
Stellungsnahme der Firma Rauch
Wir haben uns natürlich auch Gedanken gemacht, wie Säure in eine Flasche gelangte, dieeigentlich gesunden Fruchtsaft enhalten sollte. Für uns ergeben sich zwei Möglichkeiten,
nämlich dass ein Fabrikationsfehler vorgelegen hat oder die Firma Rauch, Opfer einer Er- pressung wurde. Aus diesem Grund fragten wir beim Fruchtsafterzeuger nach und erhielten
folgende Antwort in englischer Sprache.

Zum Donwload bitte Bild anklicken
Die Firma Rauch garantiert strenge Qualitätskontrollen und schließt daher aus, dass das
Problem bei der Herstellung passiert ist. Als einer der führenden europäischen Produzen- ten von Fruchtsäften, werden hunderte Millionen hochwertiger Produkte in mehr als 88 Ländern verkauft, meint der Fruchsafthersteller Rauch. Außerdem sei nur die eine Flasche aus dieser Produktion betroffen gewesen.Wir vermuten einen kriminellen Akt
Das sehen wir ebenfalls so und kommen daher zum Schluss, dass es sich offenbar um
einen kriminellen Akt handeln muss. Zu unserer Anfrage bezüglich einer eventuellen Er-
pressung, hält sich der Fruchtsafterzeuger bedeckt und meint nur, dass „Rauch“ uneinge-
schränkt die Behörden zu den laufenden Ermittlung unterstützt.
Ob diese Ermittlungen zum Ziel führen werden, wagen wir zu bezweifeln. Bulgarien ist
einer der korruptesten Länder Europas mit dementsprechend hoher Kriminalitätsrate. Die- ses Land fand nur durch Lobbystensteuerung Aufnahme in die EU, um westliche Erzeug- nisse in diesem Billiglohnland dementsprechend günstig fabrizieren zu können.Kriminalität vs. Goldgräbermentalität?
Aus diesem Grund verlagerten viele Industriebetriebe ihre Produktionsstätten nach Bul-
garien, welches absolut keine Europareife aufweist. Neben einer „normalen“ Erpressung
von Kleinkriminellen, könnte hinter dem Säurecocktail in einer Rauch-Fruchtsaftflasche,
auch ein erbitterter Konkurrenzkampf stecken. Möglicherweise will ein bulgarischer Saft-
erzeuger mit dieser kriminellen Methode, das österreichische Tradionsunternehmen brutal
vom bulgarischen Markt drängen.
Wie bereits eingangs erwähnt finden wir es erstaunlich, dass keine einzige österreichische
Tageszeitung über den Vorfall berichtete, obwohl zwei Traditionsunternehmen aus Öster- reich betroffen waren und jährlich tausende Österreicher(innen) im Billig-Touristenland Bulgarien, ihren Urlaub verbringen.*****
2011-02-26Manager in der Krise
Managergehälter in Krisenzeiten
Seit Obamas Idee, die Managergehälter in den USA zu limitieren, sind auch bei uns heftige Diskussionen zu diesem Thema entbrannt. Es taucht immer wieder die Frage auf, ob man in Zeiten wie diesen, Führungskräften auch unbegrenzt hohe Gehälter zahlen darf oder soll.
Regierung befürchtet Managerabwanderung
Die Regierung argumentiert, daß man in die Gehaltsstruktur von privatwirtschaftlich geführten Betrieben nicht eingreifen könne, da sonst die Gefahr bestünde Mitarbeiter in Führungspositionen an das Ausland zu verlieren.
Einerseits hat diese Argumentation etwas für sich, jedoch wenn diese „privatwirtschaftlich geführten Betriebe“ auf Grund von unfähigen Manager Verluste schreiben und dann noch um staatliche Hilfe betteln, ist es wahrlich nicht schade wenn diese „Manager“ ins Ausland abwandern. Es wird ihnen niemand eine Träne nachweinen.
Unterschiedliche Vorschläge der Opposition
Die FPÖ fordert, daß Manager, die Staatshilfe beanspruchen, nicht mehr als der Bundeskanzler verdienen dürfen.
Die Grünen fordern eine grundsätzliche Deckelung von Managergehältern. Manager staatsnaher Betriebe sollen nicht mehr als 500.000,- Euro jährlich verdienen. Manager von Banken, die Staatshilfe beanspruchen oder Kurzarbeit anordnen, deren Salär darf 285.000 Euro jährlich inklusive Prämien nicht übersteigen.
Auch wurden Stimmen laut die forderten, daß kein Manager mehr als der Bundespräsident verdienen darf.
Spitzengehälter
Wir haben uns die Jahresgehälter vom Bundespräsidenten und Kanzler, sowie von einigen Topmanager staatlicher Betriebe und von Betrieben die Hilfe vom Staat erwarten herausgesucht.
Bundespräsident Heinz Fischer ………………… 319.872,- Euro Bundeskanzler Werner Faymann ……………….285.600,- Euro OMV Wolfgang Ruttensdorfer ………………….2.195.000,- Euro ÖIAG Peter Michaelis …………………………………700.000,- Euro Erste Bank Andreas Treichl …………………….4.420.000,- Euro Telekom Austria Boris Nemsic ………………..1.422.000,- Euro AUA Alfred Ötsch ……………………………………….523.200,- Euro ORF Alexander Wrabetz ……………………………349.000,- Euro
Gegen den Gehalt von Erste-Chef Treichl, sieht der des Bundespräsidenten fast lachhaft aus. Solche nicht nachvollziehbare Gehälter erzürnen die Volksseele.
Wenn dann noch Millionenpleiten gebaut werden und sich Manager einen Bonus genehmigen oder ein untragbarer Manager wegen Unfähigkeit, mit einer Millionen- abfertigung in Pension geschickt wird, ist das Desaster perfekt.
Parteipolitische Interessen
Klar ist , daß dahinter auch parteipolitische Interessen stecken. Alle Parteien und zwar ohne Ausnahme haben ein starkes Interesse daran, vorallem in Staatsbetrieben ihre Interessen zu wahren. So werden immer öfters brave Parteisoldaten, die wenig bis gar keine Ahnung von der Materie haben, in Positionen gesteckt mit denen sie hoffnungslos überfordert sind. Das Ergebnis sind dann die Megapleiten mit Millionen- verluste.
Es ist längst an der Zeit sich ernsthaft zu überlegen, geeignete Kanditaten für solche Positionen zu suchen.
Auch die Bezahlung dieser Topmanager sollte leistungsorentiert sein. Es ist nicht verwerflich, wenn eine Führungskraft gutes Geld verdient, allerdings sollte es mit dem Gewinn des Betriebes im Einklang stehen.
Eine prozentuale Beteiligung wäre hier sicherlich eine gute Lösung. Auch sollten diese Manager für Verluste, die sie grob fahrlässig oder gar vorsätzlich verursachen, haften. Stauni 2009-02-22