Alexander Pollak macht den Gebrüdern Grimm Konkurrenz
In ihrem heutigen Blog-Eintrag behauptet man bei SOS-Mitmensch, dass der VP- Landes- hauptmann Wallner für „Arbeiten-Dürfen“ bei längeren Asylverfahren sei. Bei der Gut- menschen-Organisation sieht man darin eine weitere Bewegung in der Asyl-Arbeitsdebatte. Zusätzlich wurde nachfolgender Auszug eines Schreibens (nachfolgender Screenshot) ver- öffentlicht.
Screen: sosmitmensch.at
Dazu erfolgte in einer heutigen Presseaussendung von Alexander Pollak folgender Kommen-
tar: „Landeshauptmann Wallner bringt zum Ausdruck, was sich viele denken: Das länger-
fristige Nicht-Arbeiten-Dürfen von Asylsuchenden schafft Probleme und treibt die Betroffenen
in dauerhafte Armut. Es braucht daher eine Arbeitsmarktlösung für jene Asylwerber(innen),
die länger auf den Ausgang ihres Verfahrens warten müssen.“
Uns kam das Ganze „spanisch“ vor, denn warum wurden nur zwei Zeilen aus einem zwei-
seitigen Brief veröffentlicht. War da gar der Wunsch der Vater des Gedankens? Wie recht
wir hatten wurde knappe 7 Stunden nach dem Erscheinen der SOS-Mitmensch- Aussendung
unter Beweis gestellt. Denn da kam das schriftliche Dementi aus dem Büro des Landes-
hauptmanns Markus Wallner.
Wallner hielt fest, dass es keine automatische Arbeitserlaubnis für Asylsuchende geben
werde. Ferner zeigte er sich über die Schlüsse, welche der Sprecher von SOS Mitmensch,
Alexander Pollak, aus einem im Mai des letzten Jahres erfolgten Briefwechsel gezogen hat,
befremdet.
In diesem Brief hatte der Landeshauptmann ausführlich und differenziert zur Frage über
den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für jugendliche Asylsuchende Stellung genommen.
„Der jetzt von SOS Mitmensch veröffentlichte isolierte Satz aus meinem Schreiben ist aus
dem Kontext gerissen und gibt inhaltlich nicht das wieder, was wir zum Ausdruck gebracht
haben“, hält Wallner ausdrücklich fest.
Ob das politisch korrekt ist, wenn der selbsternannte Sprachpolizist in einer jetzt aktuellen
Debatte, zwei Zeilen aus einem Brief aus dem Vorjahr verwendet? A. Pollak legt doch auf
politische Korrektheit so großen Wert. Er selber versucht aber mit dem Trick „Verwend-
ung eines alten Briefes, noch dazu aus dem Kontext gerissen“ seinen Leser(innen) einen
Umstand Glauben zu machen, welcher nicht den Tatsachen entspricht.
Denn die Wahrheit ist wie folgt: „Die gesetzlichen Bestimmungen über den Zugang zum
Arbeitsmarkt für Asylsuchende sind sehr restriktiv. Aus meiner Sicht besteht derzeit kein
Änderungsbedarf“, stellt der Landeshauptmann mit Nachdruck klar.
***** 2013-01-24