Ein recht aufschlussreicher Brief
Der Islam- und Terrorexperte und Präsident der Initiative Liberaler Muslime Österreich,
Amer Albayati, hegt augenscheinlich große Besorgnis bezüglich der Installierung des
„Militärimams“ beim Bundesheer. Dies dürfte ihn dazu veranlasst haben, einen Offenen
Brief (welchen wir nachfolgend veröffentlichen) an den Verteidigungsminister zu ver-
fassen. Dieser Brief ist wirklich äußerst aufschlussreich.
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2015-09-29
Anfragen an Innenministerin und Verteidigungs-
minister nach anonymem Insiderhinweis
Nachdem SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug bereits im Vorjahr dem Innenminis-
terium die Badener Martinek-Kaserne für die Asylwerberunterbringung angeboten
hat, könnte dieses Vorhaben nun konkret werden. Laut einem Insider, der sich an
die FPÖ gewandt hat und anonym bleiben will, sollen im Oktober Asylwerber in der
ehemaligen Kaserne einquartiert werden. FPÖ NÖ – Landesparteisekretär Nationalrat
Christian Hafenecker, möchte dem nun nachgehen und wird Anfragen an ÖVP-
Innenministerin Mikl-Leitner und SP-Verteidigungsminister Klug einbringen.
„Angesichts des anhaltend starken Zustromes von Flüchtlingen nach Österreich und
dem Beschluss eines Durchgriffsrechts in die Gemeinden erst diese Woche im
Nationalrat, ist es der rot-schwarzen Bundesregierung durchaus zuzutrauen, dass sie
jetzt auf die Martinek-Kaserne als Unterbringungsmöglichkeit für Asylwerber zurück-
greift. Immerhin wurden auch schon in anderen ehemaligen Bundesheer-Stand-
orten Flüchtlinge einquartiert, wie beispielsweise in der Fehringer Hadik-Kaserne
oder der Tilly-Kaserne in Freistadt. Wir Freiheitlichen sprechen uns klar gegen ein
Massenquartier in Baden aus, ein solches wäre der dortigen Bevölkerung nicht zu-
mutbar“, so Hafenecker.
In Anfragen wird Hafenecker nun von VP-Innenministerin Mikl-Leitner und Verteidig-
ungsminister Klug Aufklärung darüber fordern, ob und ab wann und wie viele Asyl-
werber in der Martinek-Kaserne untergebracht werden sollen.
„Die beiden Minister müssen hier alle Karten auf den Tisch legen. Denn es darf nicht
sein, dass die Badener möglicherweise im Oktober vor vollendete Tatsachen und
einem Asylwerberquartier in der Martinek-Kaserne gestellt werden“, so Hafenecker.
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2015-09-27
Die Spirale der Gewalt beginnt sich nach oben zu drehen
Da in der Bevölkerung bereits die Stimmung kippt und man diese von amtlicher Seite
aus beruhigen will, wurde allen Ernstes erklärt, dass Österreich seine Grenzen dicht
gemacht habe und diese seit Mitternacht kontrolliere. Diese Meldung ist in etlichen
heutigen Tageszeitung zu lesen.
Doch die Bevölkerung ist nicht mehr so naiv alles zu glauben was ihr vorgesetzt wird
und so kursiert das Gerücht, dass dies nicht der Wahrheit entspräche. Polizisten werden
nur dafür eingesetzt, illegal nach Österreich eingereiste Personen in Busse einzuteilen,
während das Bundesheer lediglich die Essensausgabe erledigt.
Kontrollen würde nämlich bedeuten, dass man darüber informiert ist, wer ins Land
einreist. Ein heutiger Artikel in der Kronen Zeitung (Printausgabe für Oberösterreich)
straft die – an die Bevölkerung ausgegebene – Information der Lüge.
Ein Flüchtling unbekannter Nationalität? Wie kann das sein, wenn an der Grenze kontrol-
liert wird? Wir nehmen mal an, dass bei seinen Angehörigen, die im Bus randalierten,
ebenfalls die Nationalität unbekannt ist. Jedenfalls schaut es so aus, als ob wir uns schon
auf den IS-Brauch des Enthauptens einstellen dürfen.
Wie man mit Aggressoren umgeht, demonstrierte heute die ungarische Polizei eindrucks-
voll. Nachdem mehrere Hundert Illegale versuchten gewaltsam auf ungarisches Staats-
gebiet zu gelangen und Polizisten mit Steinen und anderen Gegenständen bewarfen,
wurden Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.
Wie in heutigen Fernsehberichten zu sehen ist, handelt es sich bei den gewalttätigen Ille-
galen um junge kräftige Männer und nicht um ausgemergelte, traumatisierte Flüchtlinge.
Scheinbar wird nun die Devise „Und bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt“ in die
Realität umgesetzt. Das dürfte sich auch jener unbekannte Mann (angeblicher Flüchtling),
der den Busfahrer mit den Kopfabschneiden bedroht hat, gedacht haben.
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2015-09-16
Faymann muss sofort handeln und Verantwortung
für eigene Bevölkerung übernehmen
„Nachdem Deutschland jetzt seine Grenzen zu Österreich geschlossen hat und keine
Züge mehr, die via Österreich aus Ungarn kommen, durch lässt, muss auch Österreich
dringend seine Grenzen schließen, wollen wir nicht von Asylanten überschwemmt
werden“, forderte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl..„Zudem müsse
Faymann sofort einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres anfordern um unsere Gren-
zen lückenlos überwachen zu können“, so Kickl.
„Jetzt sei eine enge Zusammenarbeit mit Bayern und Ungarn notwendig um gemein-
sam der unkontrollierten Völkerwanderung Herr zu werden, sagte Kickl, der Faymann
aufforderte sich beim ungarischen Premier Orban für seinen peinlichen Ausrutscher
schleunigst zu entschuldigen. Die ´Alle sind so lieb´- Politik Faymanns sei grandios
gescheitert. Jetzt brauche es Leadership, welches der Kanzler leider nicht habe“, so
Kickl.
Durch den Schluss der ungarischen und deutschen Grenzen sei nun Österreich der
Puffer dazwischen. Habe Faymann Orban noch dafür gescholten, dass dieser die
Asylantenströme einfach via Österreich nach Deutschland weiterleite, so habe der
Kanzler eigentlich nichts anderes gemacht, zeigte Kickl die Bigotterie der faymann-
schen Politik auf. Nun sitze der Kanzler auf den Trümmern seiner eigenen Unfähig-
keit.
„Es sei nun das Gebot der Stunde, die zeitliche Lücke zwischen den heute erfolg-
ten Grenzschließungen und der in wenigen Tagen funktionierenden neuen Flücht-
lingsroute zu nutzen und die geeigneten Maßnahmen zu treffen, so Kickl.
Dazu müssten die Grenzen dicht gemacht werden und das Heer sofort in Beweg-
ung gesetzt werden. Jetzt räche es sich bitter, dass die Sozialdemokratie das
Bundesheer kaputt gespart habe und die Einsatzfähigkeit nur mehr unter großen
personellen und finanziellen Opfern zu gewährleistet sein werde, erinnerte Kickl
Faymann an seine sicherheitspolitische Geisterfahrt.
„Auch humanitär sei es das Gebot der Stunde die Grenzen dicht zu machen, so
lange in den heimischen Auffanglagern noch immer Menschen unter dem freien
Himmel schlafen müssten. So sei Traiskirchen ohne Aussicht auf eine Lösung
immer noch heillos überfüllt“, sagte Kickl, der vom Kanzler gerne gewusst hätte
wo er denn die tausenden Asylanten unterzubringen gedenke.
„Eines ist klar: Ohne Grenzschließung werden wir von dieser Völkerwanderung
überrannt werden“, sagte Kickl dem Kanzler die zu erwartenden Auswirkungen
seiner Untätigkeit voraus... „Lösen sie das Problem, oder überlassen Sie ihren
Sessel jemandem, der es kann“, so Kickl abschließend. (Quelle: APA/OTS)
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2015-09-13
Unterbringung von Flüchtlingen in
Kasernen birgt enorme Sicherheitsrisiken
Die nunmehr angeordnete Unterbringung der Flüchtlinge in den Kasernen des Bundes-
heeres könnte laut Vizeleutnant Manfred Reindl, dem Fraktionsführer der freiheitlichen
Personalvertreter im Verteidigungsministerium, zu einem enormen Sicherheitsrisiko
werden.
Die Flüchtlingsunterkünfte können nämlich kurzzeitig nicht mit stabilen Zäunen von der
militärischen Liegenschaft abgetrennt werden. In den Kasernen aber lagern Hunderte
von Waffen und die Einsatzmunition. Für eingeschleuste Terroristen wäre es daher ein
Leichtes an Waffen und Munition zu kommen.
„Überhaupt am Wochenende wäre es für ausgebildete Terroristen einfach, da de facto
kein Personal anwesend ist“, so Reindl. In den Kasernen finden sich als bewaffnete
Kräfte nur die Wachen und der Offizier vom Tag, die Bereitschaften wurden im Zuge
der letzten Reformschritte teilweise abgeschafft.
„Jetzt treffen uns die Fehlentscheidungen und falschen Reformen voll. Und dabei
wollten unsere übereifrigen Reformer aus dem Generalstab sogar die Wachen einstel-
len und durch unbewaffnete Portiere ersetzten. Jetzt sind sie hoffentlich eines Besseren
belehrt und die Regierung wird endlich mit der Demontage des Bundesheeres auf-
hören“, meint Reindl zu der jetzigen Situation.
Mittlerweile mehren sich auch in anderen politischen Lagern, Bedenken bzgl. der Warn-
ungen vor eingeschleusten Terroristen und Kriminellen. Vielleicht wird nun angesichts
des Massenansturms, der bereits einer regelrechten Invasion gleichkommt umgedacht.
„Zeit wird’s“, so der freiheitliche Personalvertreter.
Weitere Sicherheitsbedenken gibt es vor allem auf Grund der Smartphones der Flücht-
linge, weil allfällige Einsatzvorbereitungen und Liegenschaftsspezifika (z.B.: Munitions-
bunker, Sicherheitseinrichtungen, etc.), entgegen dem beim Bundesheer verordneten
Fotografier- und Filmverbot in militärischen Liegenschaften, sofort ins Internet gestellt
werden können.
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2015-09-12
Da dürfte eine Verwechslung mit der
ehemaligen sozialistischen DDR vorliegen

Welcher Teufel mag wohl den stv. Landeshauptmann von Oberösterreich, Reinhold
Entholzer (SPÖ), geritten haben, um sich zu einer Aussage wie:.. „18-Jährige an
Österreichs Grenzen zu stationieren und auf Flüchtlinge schießen zu lassen, ist
keine Lösung!“ hinreißen zu lassen.
Eine derartige Aussage ist kein billiger Populismus mehr sondern darf schon als
Hetze gegen die FPÖ gewertet werden. Denn diese fordert nämlich, dass das
Bundesheer zur Sicherung der Grenzen eingesetzt wird. Dies hat auch seinen
guten Grund, denn Polizei ist mittlerweile mit dem Aufgreifen von Flüchtlingen
auf Autobahnen, Straßen und Bahngleisen völlig ausgelastet und überfordert.
Wie Entholzer darauf kommt auf Flüchtlinge schießen lassen zu wollen, können
wir uns nur mit einer Verwechselung erklären. In der ehemaligen Deutsche Demo-
kratischen Republik, in der Sozialismus in Reinkultur betrieben wurde, gab es
nämlich den Schießbefehl an der Grenze. Wir vermuten mal, dass Entholzer dies
verwechselt hat. Tja, die Genossen in der ehemaligen sozialistischen DDR hatten
da wenig bis keine Skrupel.
Zudem glänzen die SPÖ-Oberösterreich und Entholzer mehr als deutlich mit In-
kompetenz und Unwissenheit. Bereits von 1990 bis 2011 sicherte das Bundesheer
die Grenzen Österreichs zur Slowakei und zu Ungarn. Und wer die täglichen
Nachrichten aufmerksam verfolgt, weiß dass Grenzkontrollen längst überfällig sind.
Wie groß muss die Panik der SPÖ-Oberösterreich und ihrem Landesvorsitzenden,
Reinhold Entholzer, vor der anstehenden Wahl im Herbst wohl sein, um eine der-
artige Schauergeschichte in Umlauf zu bringen?
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2015-08-21
FPÖ-Hofer: Fischer muss Regierung Faymann härter anfassen
„Obwohl die Regierung Faymann Österreich massiv abgewirtschaftet hat und in der
Griechenlandkrise eine mehr als peinliche Figur macht, versucht Bundespräsident
Fischer den Kurs des Bundeskanzlers noch immer schön zu reden“, kritisierte der
Dritte Präsident des Nationalrates, Ing. Norbert Hofer. „Allerdings tut sich Fischer
damit schon sichtlich schwer“, so Hofer in Reaktion auf die heutige ORF-Pressestunde.
So sei Fischer bei der Frage „Läuft es gut in Österreich?“ deutlich auf Distanz gegangen,
und habe von einer schwierigen Phase gesprochen. „Diese ’schwierige Phase‘ hat einen
Namen. Sie heißt Faymann, der für die höchste Arbeitslosigkeit, die höchste Staatsver-
schuldung und die höchste Abgabenquote, bei stagnierendem Wirtschaftswachstum
und gleichzeitigem Absturz Österreichs in allen internationalen Rankings verantwort-
lich zeichnet“, konkretisierte Hofer.
„Angesichts dieser dramatischen Situation für Österreich wünsche ich mir ein deutlich-
eres Einschreiten des Bundespräsidenten als oberste moralische Instanz des Landes“,
so Hofer, der Fischer ersuchte die Regierung Faymann härter anzugreifen. Ein aus-
schließlich bürokratisches Amtsverständnis bei dem das verfassungsgemäße Zustande-
kommen der Gesetze beglaubigt werde, sei in dieser schwierigen Situation nicht
angebracht, ergänzt Hofer.
„Erstaunlich bei dieser außerordentlich schwach moderierten ORF-Pressestunde sei die
Themenauswahl gewesen. Seien doch weder die SPÖ noch das brutal abgewirtschaf-
tete Bundesheer, dessen Oberbefehlshaber Fischer sei, zur Sprache gekommen“,
kritisierte der Dritte Präsident des Nationalrates.
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2015-07-12
Schlechte Performance der Regierung bei Bekämpfung
der Massenarbeitslosigkeit oder beim Asylchaos
Was hat das Jahr 2014 politisch gebracht? FPÖ-TV blickt in der letzten Ausgabe für
dieses Jahr zurück und berichtet über das neue Aufflammen der Neutralitätsdebatte
durch die Ukraine-Krise und das Kaputtsparen des Heeres. Auch das Thema Massen-
arbeitslosigkeit hat dieses Jahr traurig geprägt. Hier ist die Regierung zur Verantwort-
ung zu ziehen, genauso wie beim Asylchaos.
Für die Freiheitlichen war es ein erfolgreiches Jahr – mit deutlichen Zugewinnen bei
der Wahl zum europäischen Parlament. Für diese Wahl ging der Spitzenkandidat,
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, mit der klaren Botschaft „Zuerst Österreich,
dann die EU“ ins Rennen.
Zur stärksten und bestimmenden Kraft zu werden, darum geht es für die FPÖ im
kommenden Jahr 2015 bei Wahlen in vielen Bundesländern und für HC Strache
persönlich in Wien, wo er als Bürgermeister-Kandidat gegen Michael Häupl ins
Rennen geht. Wiens Landespartei feierte heuer im Mai 10 Jahre HC Strache als
Obmann, wo er ebenso wie im Bund einen beispiellosen Erfolgsweg beschritt.
Und auch das FPÖ-TV-Magazin durfte ein Jubiläum feiern – am 23. Oktober ging die
100. Sendung online!
Dies und einiges mehr dazu auf: FPÖ-TV-Magazin!
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2014-12-26
Wer mal schnell eine Kaserne um 33.100.000,- Euro kaufen will
Als wir heute nachfolgendes Inserat auf der Internetplattform „WILLHABEN.AT“ ent-
deckten dachten wir, dass sich ein Spaßvogel einen Scherz erlaubt hat. Also riefen wir
bei. SIVBEG – Strategische Immobilien .an. Dort bestätigte man uns die Echtheit der
Einschaltung.
Screen: willhaben.at
Ob sich auf „WILLHABEN.AT“ die typischen Käufer für Kasernen um 33.100.000,- Euro
tummeln, wagen wir ernsthaft zu bezweifeln. Offenbar scheint man das bei der Bundes-
immobiliengesellschaft SIVBEG, die zu 100 Prozent im Eigentum der Republik Österreich
steht, anders zu sehen. Dort rechtfertigte man nämlich die Einschaltung mit „breiter Flächen-
wirkung“ und „geringen Kosten von ca. 40,- Euro“.
Unter diesen Gesichtspunkten können wir den Halb- und Vollbeamten bei SIVBEG nur
empfehlen, das Verkaufsangebot der Martinek-Kaserne auch auf EBAY (um 1,- Euro Start-
preis) einzustellen. In diesem Fall wäre eine breite Flächenwirkung mit Sicherheit garantiert.
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2014-11-20
Süchtig nach Cola oder nur Auto nicht aufgeräumt?
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2014-11-16
Rote Retourkutsche für die Pleite bei
der Abstimmung über die Wehrpflicht?
„Die Kernkompetenz des Österreichischen Bundesheeres, nämlich der Kampf der verbundenen
Waffen, ist nicht mehr aufrechtzuerhalten. So haben wir etwa nach den Plänen des Verteidig-
ungsministers bald nur noch ein einziges Panzerbataillon in Österreich – und das ist ausgestat-
tet mit zwölf Leopard-Panzern, die besser ins heeresgeschichtliche Museum passen würden“,
stellt FPÖ-Abgeordneter Hans-Jörg Jenewein in der heutigen Sitzung des Bundesrats klar.
Minister Gerald Klug habe eigentlich versprochen, „für eine solide Zukunft unserer Armee und
die dafür notwendigen finanziellen Mittel und die notwendige Ausrüstung“ zu kämpfen. Das
Ergebnis dieses “ Kampfes“: Erstmals fallen die Ausgaben für die Landesverteidigung unter
die Grenze von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Jenewein: “ Er war wohl nicht hart-
näckig genug und hat eben nicht das Beste für das Bundesheer herausgeholt!“
Die ohnedies viel zu knappen Mittel würden dann auch noch völlig falsch verwendet. „In der
Beantwortung meiner Anfrage vom 2 4. Juli gibt Klug zu, dass er in diesem Jahr bereits
77.000 Euro allein für Werbung im Internet ausgegeben hat – etwa für Einschaltungen auf
„wetter.at“. Insgesamt sind für Öffentlichkeitsarbeit heuer sogar 1,8 Millionen Euro budge-
tiert. Die beste Werbung für das Bundesheer sind aber nicht Inserate in befreundeten
Medien, sondern etwa die Angelobungen in der Öffentlichkeit, die das Bundesheer der
Bevölkerung näherbringt. Diese aber hat der Herr Minister aus Kostengründen gestrichen“,
ärgert sich Jenewein.
Insgesamt werde Klug als Totengräber des Österreichischen Bundesheeres in die
Geschichte eingehen, so Jenewein: „Das ist offenbar die Retourkutsche dafür, dass die
SPÖ bei der Volksabstimmung über die Wehrpflicht mit der von ihr favorisierten Söldner-
truppe Schiffbruch erlitten hat. Da hat Klug anscheinend die Vorgaben seines Vorgängers
Norbert Darabos und des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl zu exekutieren, die ja
die größten Verfechter des von den Bürgern abgelehnten Berufsheeres waren.“
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2014-10-09
ÖOG (Österreichische Offiziersgesellschaft) kritisiert die verant-
wortungslose Demontage einer verfassungsmäßigen Institution
Die durch die Bundesregierung getragenen Kürzungen für die Jahre 2014/15 haben dem
schon lange kränkelnden Budget des Bundesheers den Todesstoß versetzt. Seit Monaten
erlebt eine zunehmend verunsicherte Bevölkerung ein ständiges Absinken der Einsatz-
bereitschaft zu Lande und in der Luft.
Ohne zusätzliches Geld bleibt jeder Eingriff in die bestehende Struktur nur eine kosmet-
ische Operation, eine politische Augenauswischerei, welche die Substanz ruiniert, aber
die Sicherheit der Republik nicht erhöht.
Zusätzliche Finanzmittel, um veraltete Ausrüstung zu ersetzen und Bauinfrastruktur zu
modernisieren, hat die Bundesregierung konsequent verweigert. Daher musste der
Verteidigungsminister jetzt die Notbremse ziehen, um das nackte Überleben zu sichern.
Mit Kasernenverkäufen und Auflösung von Militärmusiken sowie Fahrzeugreduzierungen
kann man nicht die fehlenden Funkgeräte, gepanzerten Mannschaftstransporter, Nacht-
sichtgeräte, Kasernensanierungen und Ausrüstung der Miliz finanzieren, weil das eben
mehr kostet, als durch die Reduzierung erspart wird.
Und damit dann niemand behaupten kann, vor negativen Entwicklungen nicht gewarnt
worden zu sein, haltet die ÖOG fest:
1. Diese Reform ist keine Reform, die die Leistungsfähigkeit steigert und das Bundesheer
auf moderne Aufgabenstellungen gemäß Österreichischer Sicherheitsstrategie vorbereitet.
Die vorgestellten Maßnahmen dienen ausschließlich dazu, die Strukturen und Fähigkeiten
an die zu geringen finanziellen Möglichkeiten anzupassen, sie also trotz gestiegenem
Aufgabenspektrum unwiederbringlich zu verringern.
Forderung 1 der ÖOG: Erhalt der strategischen Zukunftsfähigkeit
2. Damit kann das gesamte Spektrum der Aufgaben, die in der Verfassung zwingend vor-
geschrieben sind, nicht mehr vollständig erfüllt werden. Das Bundesheer wird zukünftig
schon bei der einfachen Katastrophenhilfe oder sicherheitspolizeilichen Assistenzen
größeren Ausmaßes an die Leistungsgrenze stoßen.
Forderung 2 der ÖOG: Sicherstellung des verfassungsmäßigen Auftrages
3. Erst im vorigen Jahr hat das Parlament eine neue Österreichische Sicherheitsstrategie
verabschiedet. Diese Vorgaben werden bei weitem nicht erfüllt. Damit ist Österreich auf
aktuelle Bedrohungen des 21. Jahrhunderts nicht zeitgemäß vorbereitet, obwohl die
Regierung in ihrem Programm selbst eine Modernisierung der Ausrüstung verlangt!
Forderung 3 der ÖOG: Modernisierung der Ausrüstung und Infrastruktur
4. Die Attraktivierung des Grundwehrdienstes und die Neuausrichtung der Miliz finden
nur alibimäßig statt. Der Wählerwille vom Jänner 2013 wird ignoriert und das verfass-
ungskonforme Milizsystem mangels Nachwuchs und Ausrüstung weiter ausgehöhlt.
Forderung 4 der ÖOG: Stärkung des Milizsystems
5. Die „strategische Reserve“ des Staates wird zerstört, durch die Reduzierung der
schweren Waffen wird die Sicherheit der Soldaten und der Bevölkerung aufs Spiel
gesetzt, die Souveränität des Staates gefährdet. Das ist angesichts der aktuellen
sicherheitspolitischen Lage verantwortungslos!
Forderung 5 der ÖOG: Stärkung der Einsatzbereitschaft
6. Die Bundesregierung verlässt damit den Boden der Verfassung und interpretiert die
Gesetze, Parlamentsbeschlüsse und Volksbefragungen nach eigenem Gutdünken, statt
sie zu vollziehen. Das ist ein rechtstaatlicher Skandal!
Forderung 6 der ÖOG: Breite parlamentarische Diskussion über ein nachhaltiges
Sanierungs- und Finanzierungskonzept (Quelle: APA/OTS)
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2014-10-03
Bundesheer sollte beim Pinzgauer-Verkauf
das Maximum für sich herausholen
„Das Verteidigungsministerium plant alle 699 Pinzgauer im Paket in Bausch und Bogen zu
verkaufen – was nach Rosstäuscherei riecht, da zu vermuten ist, dass dieses Komplettangebot
auf einen einzigen Käufer zugeschnitten ist. Abgesehen davon, dass diese Fahrzeuge der
Truppe nun fehlen, ist auch zu befürchten, dass der Verkauf nicht den Erfolg erbringen wird,
den sich die Heeresführung unter Minister Klug vorstellt“, warnt der Wehrsprecher der
FPÖ und Vorsitzende des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses, NAbg. Mario
Kunasek. Es sei nicht nachvollziehbar, warum in Zeiten des Geldmangels nicht versucht
werde ein Maximum an Einnahmen durch den Verkauf zu lukrieren.
Die vom Verteidigungsministerium kolportierten 10.000,- bis 14.000,- Euro je Stück im
Pauschalangebot seien eine Illusion für die zwischen 1973 und 1980 gebauten Fahrzeuge,
so Kunasek, der auf Fachleute aus der Versteigerungs- und Verkaufsbranche verweist, die
von einem Maximalpreis von rund 3.000,- Euro pro Stück ausgingen.
Unter dem Strich bleibe daher ein eigenartiges Bild betreffend der „Operation Pinzgauer“.
„Wenn das Heer schon Fahrzeuge verkauft, dann mittels Versteigerungen in kleinen
Tranchen, dort, wo der potenzielle Kunde zu Hause ist und um den Preis am Markt nicht
kaputt zu machen“, zeigt Kunasek eine sinnvolle Alternative auf.
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2014-07-17
Unternehmer wehren sich gegen den „Generalverdacht“
und inadäquate Behandlung
Autoritäres Auftreten, mangelnde Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge, keine Rücksicht-
nahme auf betriebliche Erfordernisse: Lang ist die Liste der Unternehmerbeschwerden über die
seit Juli als eigenständige Behörde tätige Finanzpolizei in Kärnten.
Das oft unverhältnismäßige Verhalten der Finanzpolizei bezeichnet Peter Katschnig, Kärntner
Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, als dringend korrekturbedürftig. Laut einer
kürzlich vorgenommenen Umfrage der Wirtschaftstreuhänder seien seitens der Unternehmer
von 174 bewerteten Einsätzen der Finanzpolizei lediglich fünf als positiv und 43 als akzeptabel
eingestuft worden.
60 Amtshandlungen waren aus Sicht der Unternehmer „eher nicht akzeptabel“, weitere 66 sogar
„rechtsstaatlich bedenklich“. Katschnig: „Wir stellen eine gewisse Ignoranz gegenüber der
Rechtsstaatlichkeit fest. Das normale Vorgehen – den Ausweis zeigen, den Grund der Amts-
handlung angeben, den Unternehmer auf seine Rechte hinweisen – funktioniert nicht. Es kommt
immer wieder zu entwürdigender Behandlung von Unternehmern vor ihren Gästen und Kunden –
sogar Hausdurchsuchungen in Abwesenheit des Unternehmers sind ohne richterliche Anordnung
möglich.“
Dazu der Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher: „Wir wollen wie Partner behandelt werden,
schließlich erledigen wir Unternehmer die gesamte Einhebung von Steuern und Sozialabgaben
für den Staat – auf eigene Kosten und mit persönlicher Haftung. Selbstverständlich begrüße die
Wirtschaftskammer ausdrücklich die Durchsetzung und Einhaltung klarer gesetzlicher Rahmen-
bedingungen, weil sie die Visitenkarte jedes Wirtschaftsstandortes seien.“
„Aber für eine generelle Schuldvermutung gegen zum Teil jahrzehntelang verdiente Unter-
nehmerinnen und Unternehmer, wie sie in zahlreichen Einsätzen der Finanzpolizei zum
Ausdruck kommen, haben wir kein Verständnis“, unterstrich Pacher heute bei einem Presse-
gespräch.
Pacher stellt klar: „Wir unterstützen die Behörde im Interesse der überwältigenden Mehrheit
der ordentlich und gesetzeskonform wirtschaftenden Unternehmen bei ihrem Kampf gegen
vereinzelte schwarze Schafe. Aber geschäftsschädigendes, überhebliches Verhalten oder gar
Drohungen von Beamten gegenüber Unternehmern werden wir nicht hinnehmen.“
Im Zuge der aktuellen Wirtschaftskammerkampagne gegen die überbordende Bürokratie zur
Erleichterung von Investitionen sind laut Pacher bereits zahlreiche Hinweise auf Missstände
in der öffentlichen Verwaltung eingegangen, die zu rund 15 Prozent die Finanzpolizei und
deren Auftreten beträfen.
So seien Tourismusunternehmer neben ihren Gästen „wie Verbrecher“ behandelt oder mit der
sofortigen Schließung des Betriebs bedroht worden; eine Unternehmerin aus Mittelkärnten
berichtet vom „einschüchternden und anmaßend autoritärem Verhalten“ der Beamten bei einer
Betriebskontrolle im Beisein von Kunden; in einem anderen Fall wurden zum Erstaunen der
zahlreich anwesenden Kunden die Ausweise der Mitarbeiter von Beamten in Uniform überprüft.
Wirtschaftskammer und Wirtschaftstreuhänder verlangen nun Nachbesserungen in der Ausbild-
ung der Beamten der noch jungen Finanzbehörde, die auch auf Personal von Zoll und Bundes-
heer zurückgreift. So soll es entsprechende fachliche und persönliche Nachschulungen für die
Beamten geben, um den adäquaten Umgang mit den geprüften Steuerzahlern sicherzustellen.
Weiters soll verfassungsrechtlich abgeklärt werden, ob es sich bei der mit äußerst weitreichen-
den Kompetenzen ausgestatteten Finanzpolizei um einen Wachkörper handelt. Darüber hinaus
verlangt die Wirtschaft einen stärkeren Rechtsschutz, eine klare Regelung der Vertretungs-
rechte und ein angemessenes Auftreten der Beamten.
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2013-08-13
Wurde Schutz der Bevölkerung parteipolitischen Interessen geopfert?
„Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass die SPÖ aus rein parteipolitischen Gründen Hoch-
wasserhilfe durch das Bundesheer verhindern wollte“, so der freiheitliche NAbg. Elmar
Podgorschek unter Hinweis auf einen Brief eines Bürgermeisters aus Oberösterreich.
Ein Auszug aus dem Brief vom 18. Juni spreche eine deutliche Sprache:
„Ich bringe Ihnen hiermit, als amtierender Bürgermeister, einen skandalösen Sachverhalt zu
Ihrer geschätzten Kenntnis. Als vom Hochwasser im Juni 2013 betroffene Gemeinde be-
kamen wir, wenige Stunden nachdem die ersten Keller in Wassernähe vom eintretenden
Wasser erfasst wurden, Anweisung „von der SPÖ-Parteispitze“ unter keinen Umständen das
Bundesheer für Hilfeleistungen anzufordern. Das Bundesheer dürfe keine Hilfestellung
leisten! So die unglaubliche Anweisung. Als mein Gemeindesekretär mich am Handy von
diesem Anruf informierte, hielt ich dies für einen schlechten Scherz. Auf Nachfrage in Wien
ergab sich leider die Richtigkeit: kein Bundesheer … von ganz Oben!“
(Auszug aus dem erwähnten Brief vom 18. 06. 2013)
Sollte sich das bewahrheiten, so ist das ein riesiger Skandal, der vollständig aufgeklärt werden
muss. Augenscheinlich hat die SPÖ ihre Niederlage beim Volksbegehren über die Wehrpflicht
noch immer nicht verdaut. Wenn man aber zu derartigen Mitteln greifen würde und die Sicher-
heit der Bevölkerung aus parteipolitischen Motiven aufs Spiel setzt (es gilt die Unschuldsver-
mutung), dann hätte die SPÖ aus unserer Sicht jeden Anspruch verloren, eine staatstragende
Partei zu sein.
Sehr erstaunlich ist die Stellungsnahme des SPÖ-Abgeordneten Dietmar Keck in dieser Causa.
Er wies in seiner Rede heute im Nationalrat die Anschuldigungen von FPÖ-Mandatar Elmar
Podgorschek, wonach die SPÖ aus parteipolitischen Gründen Hochwasserhilfe durch das
Bundesheer verhindern wollte, auf das Schärfste zurück.
Keck: „ Ein anonymes Schreiben ist für mich nur ein Ablenken von der Wahrheit, denn ano-
nyme Schreiben kann man jederzeit vorlegen. Erst wenn der Namen des Absenders auf dem
Tisch liege, könne man dem Ganzen nachgehen. Nur Behauptungen in den Raum zu stellen,
ist zu wenig.“
Da staunen wir aber, wenn Keck dieser Angelegenheit erst nachgehen will, wenn der Namen
des Absenders auf dem Tisch liegt. Da mutet es doch seltsam an, dass jede Strafverfolgungs-
behörde (von der Verwaltung über die Polizei bis hin zur Finanz) anonymen Schreiben nach-
geht. Warum also will der SPÖ-Abgeordnete den Namen des Briefverfassers wissen? Sollte
dieser – wenn seine Behauptungen stimmen – gar mundtot gemacht werden?
Auch sind anonyme Schreiben kein Ablenken von der Wahrheit, sondern können durchaus
wertvolle Hinweise sein, wie es sich in der Praxis immer wieder herausstellt. Es ist anzu-
nehmen, dass der Absender des Briefes nicht riskieren will, dass er sanktioniert wird. Die
erstaunliche Stellungsnahme von Keck macht uns jedenfalls (und wahrscheinlich nicht nur
uns) sehr stutzig.
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2013-07-03
Philosophische Gespräche vor jedem Einsatz?
Die wohl skurrilste Meldung des Tages erschien heute auf „orf.at“. Der Generalstab des
Bundesheeres kaufte sich um sage und schreibe 500.000,- Euro einen Doktor-Lehrgang an
der Universität Wien.
Screen: orf.at
Jedes dritte Jahr wird an der Landesverteidigungsakademie ein Generalstabslehrgang ausge-
bildet. Die Absolventen sollen die Möglichkeit erhalten, an der Uni-Wien einen Doktor-Titel
zu erwerben. Damit sich die Damen und Herren Offiziere aber nicht überanstrengen und
auch nicht zu sehr überfordert werden, begnügt man sich mit eine „ Doctor of Philosophy“.
Für nicht Eingeweihte: In Philosophie promovieren meist jene Studierende, denen jede
andere Studienrichtung zu schwer ist, aber der Herr Papa um jeden (eigenen) Preis einen
Akademiker in der Familie haben will. Der Unterschied liegt nur darin, dass der entbehr-
liche Doktor-Titel für Offiziere vom Steuerzahler bezahlt wird.
Aber wofür benötigt das Bundesheer promovierte Philosophen? Finden jetzt gar vor jedem
Manöver oder Hilfseinsatz im Ausland philosophische Gespräche statt? Mitnichten, man
will beim Bundesheer einen Anschluss an die akademische Welt und Expertisen erhalten.
Und dies mit einem Doktortitel in Philosophie?! Die akademische Welt wird sich vermutlich
schief lachen und einen steifen Hals vor lauter Kopfschütteln bekommen.
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2013-06-22
5 Millionen Euro für Hochwasseropfer statt für EZA verwenden
„Anstatt 5 Millionen Euro von den Ministerien für die Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungs-
zusammenarbeit (EZA) abzuzwacken, wie SPÖ und ÖVP das jetzt vorhaben, wäre die Regier-
ung gut beraten, diese Gelder für die Unterstützung der österreichischen Hochwasseropfer, für
Maßnahmen zur Beseitigung von Hochwasserschäden und für den Ausbau des Hochwasser-
schutzes zu verwenden“, forderte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache.
Österreich habe wirklich keine überzähligen Finanzmittel, um die Kürzungen bei der ohnehin
höchst diskussionswürdigen Entwicklungshilfe jetzt auf Schleichwegen auszugleichen. Statt-
dessen brauche man das Geld im eigenen Land. Den ORF forderte Strache auf, seine Spenden-
aktion für Syrien durch eine Spendenaktion für die österreichischen Hochwasseropfer zu er-
setzen.
Strache sprach in diesem Zusammenhang auch den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und
Helfern sowie Bundesheer, Feuerwehr und Polizei seinen Dank und seine höchste Anerkenn-
ung aus. In Situationen wie diesen zeige sich, wie es um die Solidarität und die Hilfsbereit-
schaft innerhalb einer Gesellschaft bestellt sei. Und hier würden die Österreicherinnen und
Österreicher hervorragend abschneiden.
Hochwasser – Kein Geld für Schutzbauten, aber Milliarden für Zypern
Eine verantwortungsvolle Regierung lässt die Menschen nicht fast eine Generation lang auf
einen sicheren Hochwasserschutz warten. „Aus dem Jahrhunderthochwasser 2002 hat die
Regierung nichts gelernt. Denn Schutzbauten werden auf die lange Bank geschoben, Umwelt-
minister Berlakovich hat heuer sogar die Mittel gekürzt“, kritisiert Team Stronach Umwelt-
sprecher Erich Tadler.
Für ihn ist es „ein Skandal, dass Milliarden nach Zypern und in andere marode Länder fließen,
während Österreicher wegen fehlender Schutzanlagen durch Murenabgänge und Hochwasser
ihr Hab und Gut verlieren!“ Tadler fordert einen Zahlungsstopp und ein Umlenken der Geld-
mittel in Hochwasserschutz und Wildbachverbauung.
„Wie wollen Fekter und Berlakovich den von den Fluten heimgesuchten Menschen erklären,
dass dringend notwendige Schutzbauten erst in einigen Jahren errichtet werden können, Öster-
reich aber als Retter der Banken durch Europa schreitet?“, fragt Tadler. Er erinnert an den
volkswirtschaftlichen Schaden durch zerstörte Bahn- und Straßenverbindungen, Verunreinig-
ungen, Kosten für Einsätze und an die vielen zerstörten Häuser, Autos, etc.
„Eine verantwortungsvolle Regierung lässt die Menschen nicht fast eine Generation lang auf
einen sicheren Hochwasserschutz warten, während gleichzeitig für andere Ländern offenbar
Geld im Überfluss zur Verfügung steht. Zuerst muss den Notleidenden im eigenen Land ge-
holfen werden“, mahnt Tadler.
*****
2013-06-03
Hat die SPÖ von direkter Demokratie jetzt die Nase voll?
Heute hat das große Wundenlecken bei der SPÖ begonnen. Man tat zwar gestern bei den
Sozialisten so, als ob der Ausgang der Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht nichts
mit einer Niederlage der eigenen Partei zu tun hätte. Dass dem nicht so ist, beweisen die
nun ausgebrochenen Streitereien zwischen den Genossen.
Beispielsweise übte Niederösterreichs SPÖ-Chef Sepp Leitner scharfe Kritik am Wiener
SPÖ-Chef Michael Häupl und warf ihm vor, das Thema missbraucht zu haben. Er ließ
dem Wiener Bürgermeister via Kurier ausrichten, allfällige Themen für Volksbefragungen
künftig auf das Wiener Stadtgebiet zu beschränken.
Jedenfalls dürfte mit dem gestrigen Ausgang der Volksbefragung feststehen, dass man
bei der SPÖ vorerst von „direkter Demokratie“ die Nase voll hat. Denn eine überwiegende
Mehrheit der Wähler(innen) sprachen sich nicht nur für die Beibehaltung der Wehrpflicht
aus, sondern teilten den Genossen mit ihrem Pro-Votum mit, was sie von der Politik des
ständigen Drüberfahrens halten.
Interessant ist die Hartnäckigkeit und das Stehvermögen von Norbert Darabos. Sichtlich
angeschlagen machte er bei Interviews den Eindruck eines trotzigen Kindes. Auf Refor-
men des Bundesheeres angesprochen meinte er, dass er dazu mehr Geld benötige. Da
staunen wir aber, denn wer für Reformen postwendet mehr Geld verlangt, hat offensicht-
lich das Wort „Reform“ nicht verstanden.
Mehrfach auf einen eventuellen Rücktritt angesprochen meinte Darabos, dass er das Ver-
trauen des Bundeskanzlers genieße. Faymann wird wohl oder übel nichts anderes übrig
bleiben, dem Verteidigungsminister seinen politisch schwer lädierten Rücken zu decken.
Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, dass er Darabos ganz nach dem Motto: „Vor
Gebrauch schütteln und danach wegwerfen“ missbraucht hat. Den Verbleib von Darabos
in seinem Amt wird aber die FPÖ und auch die ÖVP wohlweislich zu nützen wissen.
Apropos ÖVP, dort schwelgt man im Siegestaumel und übt sich in Reformvorschlägen.
Ein Talente-Check bei der Stellung soll künftig dafür sorgen, dass die jungen Männer
nach Talenten und Kompetenzen eingesetzt werden. Die Innenministerin spricht sich
unter anderem dafür aus, dass alle Grundwehrdiener eine Grundausbildung im ABC des
Katastrophenschutzes erhalten.
Da wollen wir einmal hoffen, dass Darabos eine Ausbildung im ABC-Katastrophenschutz
nicht mit einem Buchstabierwettbewerb verwechselt. Jedenfalls glauben wir nicht, dass
der Verteidigungsminister in seiner noch verbleibenden Amtszeit, irgendwelche positive
Reformen beim Bundesheer durchführen wird.
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2013-01-21
Forderungen zur Abschaffung der Wehrpflicht
Bislang waren wir der Meinung, dass die unrealistischen Forderungen des Wehrdienstver-
weigerers Norbert Darabos, seines Zeichens Verteidigungsminister der Republik Österreich,
nicht zu toppen wären. Wir müssen gestehen, dass wir uns hier geirrt haben.
Peter Pilz (Grüne) schlägt Nobert Darabos (SPÖ) um Längen, wie nachfolgender Screenshot
unter Beweis stellt.
Screen: tirol.gruene.at
Wir wollen die im obigen Bild angeführten Forderungen von Peter Pilz gar nicht mehr näher
kommentieren, da diese für sich selbst sprechen. Man kann aber nur hoffen, dass Personen
wie Peter Pilz nie in eine Position gelangen in der sie Verantwortung für unser Land zu tragen
haben.
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2013-01-18
Wehrpflicht ist für Not- und Krisenzeiten unverzichtbar
Der heute von der Bezirkshauptmannschaft Baden angeforderte Assistenzeinsatz des
Bundesheeres, wegen der von zivilen Kräften nicht mehr zu bewältigenden Schneemassen,
beweist wieder einmal mehr die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Wehrpflicht.
So sind dank der Wehrpflicht die notwendigen Mannstärken auf Knopfdruck abrufbar,
während bei einem personell abgespeckten Berufsheer die Soldaten erst aus weiten Teilen
des Landes herangekarrt werden müssten. Abgesehen davon würden bei einem Berufs-
heer in einem vergleichbaren Einsatz exorbitant hohe Überstundenkosten anfallen, da die
Berufssoldaten nach Beamtendienstrecht entlohnt werden müssten.
Durch den heutigen Einsatz wurde bewiesen, dass das Österreichische Bundesheer mit
ihren Wehrpflichtigen wieder einmal mehr, der Bevölkerung in Not- und Krisenzeiten bei-
stehen konnte und dies auch in Zukunft kann, soferne die Wehrpflicht bestehen bleibt.
Es wäre daher ein gewaltiger Fehler, sich auf das gefährliche Darabos-Experiment eines
Berufsheeres einzulassen. Auf Grund dieser Tatsache, sollte am kommenden Sonntag
für die Wehrpflicht gestimmt werden.
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2013-01-17
LESERBRIEF
BEIBEHALTUNG ODER ABSCHAFFUNG DER WEHRPFLICHT?
Weil mich inzwischen schon mindestens 100 Freunde und Bekannte persönlich nach meiner
Meinung gefragt haben darf ich hier nun laut Ministerweisung meine Meinung bekannt
geben: ICH BIN FÜR DIE ABSCHAFFUNG DER WEHRPFLICHT!!
Weil ich finde, dass es keinem wahlberechtigten Mann mit 18 Jahren zumutbar ist, für
6 Monate von Mami getrennt zu werden, um wenigstens einmal im Leben auf eigenen
Füßen stehen zu müssen, aber wählen, autofahren und Kinder in die Welt setzen sollen
sie schon dürfen.
Weil ich möchte, dass junge Männer nicht gezwungen werden, das Leben außerhalb ihrer
Playstation zu entdecken. Weil ich lieber erleben möchte wie diejenigen, die nicht in ihre
virtuelle Welt abtauchen, mich besoffen als Zivilisten auf der Straße anpöbeln, als dass sie
mir Jahre nach ihrem Dienst fürs Vaterland des Nächtens in betrunkenem Zustand Ge-
schichten von heldenhaften Saufgelagen beim Bundesheer erzählen.
Weil ich ganz klar dafür bin, kein Geld des gleichbleibenden Heeresbudgets für einen Fuhr-
park an mannschaftsschützenden Fahrzeugen auszugeben, um die Kasernen durch zivile
Firmen instand halten zu lassen. Weil ich gerne mit Ramboverschnitten und Zivilversagern
zusammenarbeite. Weil ich hoffe, durch die Abschaffung der Wehrpflicht nie wieder
Soldaten beim Skipistentreten oder als Streckenposten bei Großveranstaltungen im Fern-
sehen sehen zu müssen. Weil dann endlich Kasernen verkauft werden können und ich
gerne aus ideologischen Gründen hunderte Kilometer weiter in die Arbeit fahre, oder
meine Familie als Wochenpendler nur an Wochenenden sehen werde.
Weil ich davon überzeugt bin, dass im Falle eines Einsatzes JEDER Uniformierte und
Zivilbedienstete des Verteidigungsministeriums und natürlich auch alle Spitzensportler
freiwillig Gewehr oder Spaten in die Hand nehmen, um der Verfassung gerecht zu
werden.
Weil ich der Meinung bin, dass es ganz bestimmt nie wieder Krieg auf dieser Welt geben
wird. Weil dann die österreichischen Schundhefte, die sich Zeitungen nennen, keine
lächerlichen Artikel von profitgeilen Journalisten mehr auf ihre Titelseiten drucken müs-
sen, die einen ganzen Berufsstand deklassieren, der es nicht verdient hat derart öffentlich
niedergemacht zu werden.
Weil es in diesem Land nicht möglich ist, einem wehrpflichtigem Heer, dass aufgrund
Mangel an finanziellen Mitteln aus allen Löchern pfeifen muss und trotzdem mittels
Engagement ALLE durch die POLITIK gestellten Aufträge (Landesverteidigung, Auslands-
einsätze, Katastropheneinsätze und darüber hinaus Unterstützungsleistungen aller Art)
erfüllt, den NÖTIGEN RESPEKT zu holen, den es verdient!!!!
Weil ich sehen will, ob es einem einzelnen Minister in diesem Land wirklich möglich ist
das Volk gegen sich selbst aufzuhetzen. Weil ich sehen will, wie dieser Wahnsinn ge-
stoppt wird und diejenigen, die ihn verbrochen haben und die, die es zugelassen haben
an die Wand fahren und weil ich die Werbespots in Radio, Fernsehen und im Kino so
toll finde. Wer diese Propaganda wohl bezahlt? hmmm :/
Und ich bin natürlich PRO WEHRPFLICHT!
Alfred M.
2013-01-15
SPÖ-Ackerl schwingt die Nazikeule
Auf einer gestrigen SPÖ-Veranstaltung in der Welser Stadthalle, schworen Bundeskanzler
Werner Faymann und der stellvertretende OÖ Landeshauptmann Josef Ackerl, rund 400
Parteifunktionäre, Mitarbeiter und Mitglieder auf die bevorstehende Bundesheer-Volksbefrag-
ung ein.
Neben den alt- bzw. neuhergebrachten SPÖ-Argumenten zur Abschaffung der Wehrpflicht
und Schaffung eines Berufsheeres meinte Ackerl, die Zwangsverpflichtung sei eine Idee
des Nationalsozialismus, der den Arbeitsdienst geschaffen habe. Da staunen wir aber, dass
der SPÖ-Politiker die in der Österreichischen Verfassung verankerte allgemeine Wehrpflicht
mit Zwangsdiensten des Nazi-Regimes gleichsetzt bzw. vergleicht.
Offensichtlich scheint Ackerl den Geschichtsunterricht in der Schule geschwänzt zu haben.
Denn sonst hätte er wissen müssen, dass die moderne Form der Wehrpflicht in Europa
bereits über 200 Jahre alt ist. In Österreich wurde diese nach Abschluss des Staatsvertrages
von einem demokratisch gewählten Parlament durch ein Verfassungsgesetz beschlossen.
Aber möglicherweise sind dem SPÖ-Politiker die o.a. Fakten bekannt und er bedient sich wie
zahlreiche seiner politisch links orientierten Kollegen der Nazikeule. Ganz nach dem Motto:
„Wer politisch nicht links ist und/oder nicht links denkt, der ist automatisch ein Nazi.“
*****
2013-01-10
Politischer Wendehals Darabos
Gestern lief auf „PULS 4“ die Sendung „Pro und Contra“ zum Thema Wehrpflicht oder
Berufsheer. Ein völlig überforderter Verteidigungsminister versuchte aus seinem Argu-
mentationsnotstand heraus, die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht zu rechtfertigen.
Die meiste Zeit wirkte er völlig hilf- und ratlos.
Als prominenten Unterstützer hatte Norbert Darabos, Dr. Hannes Androsch zur Seite. Dieser
glänzte durch entbehrliche Statements. So behauptete Androsch unter anderem, dass er
während seiner Bundesheerzeit nur gelernt habe, was sich bewegt zu grüßen und unbe-
wegliche Dinge zu putzen.
Angesicht der nahenden Volksbefragung ( 20. Jänner 2013) zum Thema Wehrpflicht oder
Berufsheer, möchten wir unserer Leserschaft den Standpunkt von Darabos – der noch gar
nicht solange her ist – zur Kenntnis bringen.
Noch im Frühsommer 2010 verkündete er: „Für mich ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt.
Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende der Wehrpflicht geben.“ Eine genaue
Begründung seiner Aussage tätigte er damals nicht. Interessant ist auch das Interview,
welches Darabos in einer ZIB2-Sendung gegenüber dem ORF-Moderator Armin Wolf gab.
Das ZIB2-Interview vom 14. Juli 2010
Wolf: Ein anderes Thema noch – die Wehrpflicht. Außer uns haben nur noch sechs Länder
in der EU eine Wehrpflicht. Selbst Deutschland diskutiert jetzt intensiv über eine Abschaff-
ung. Warum wehren Sie sich so mit Händen und Füßen dagegen?
Darabos: Ich kann Ihnen drei Gründe nennen, in aller Kürze: Erstens Österreich ist neutral,
hat mit diesem System, mit diesem Mischsystem Grundwehrdiener, Berufssoldaten, Miliz-
system beste Erfahrungen gemacht…
Wolf: Schweden ist auch neutral.
Darabos: Ja, hat eine konservative Regierung, hat einen anderen Zugang zu diesem Thema.
Finnland ist auch neutral, hat das gleiche System wie Österreich. Zweitens: Es ist doppelt
so teuer, wenn wir die Leistungen im Katastrophenschutz und für das sind wir auch da. Die
Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich mit über 80 Prozent, dass das Bundesheer
auch im Katastrophenschutz da sein soll, da brauchen wir die Grundwehrdiener, sonst wird
es doppelt so teuer. Und drittens, das ist zwar nicht mein Ressort, das sage ich Ihnen auch
ganz offen, die Sozialdienste – die Caritas, das Rote Kreuz – würden sich sehr wundern,
wenn das Bundesheer sozusagen in eine Berufsheer umgewandelt wird, würde auch der
Zivildienst fallen, was ungefähr 200 Millionen Euro pro Jahr mehr Kosten für die sozialen
Einrichtungen bedeuten würde. Alleine diese drei Gründe sprechen dafür, dass wir bei der
jetzigen Wehrpflicht bleiben sollten.
Wolf: Aber das heißt, wir leisten uns ein Militär für Katastropheneinsätze und weil wir sonst
keine Zivildiener hätten?
Darabos: Wir leisten uns ein Heer für Katastropheneinsätze, wir leisten uns ein Heer für
Auslandseinsätze und wir leisten uns das Heer in abgespeckter Form. Es hat ja eine Bundes-
heerreform 2010 gegeben für den theoretischen Fall der Landesverteidigung, der Gottsei-
dank, nachdem wir Mitglieder der Europäischen Union sind und von lauter befreundeten
Staaten umgeben sind, dieser theoretische Fall wird ja hoffentlich nicht eintreten.
Wolf: Jetzt betonen Sie immer wieder die Katastropheneinsätze. Nun haben Sie allerdings
vor ein paar Wochen bei einer Fragestunde im Parlament Auskunft gegeben, was das
Bundesheer so leistet und haben gesagt, im letzten Jahr alleine 300.000 Arbeitsstunden im
Katastropheneinsatz. Das klingt viel, aber wenn man es durch 23.000 Grundwehrdiener im
Jahr dividiert, dann sind es genau 13 Stunden pro Jahr pro Grundwehrdiener. Dafür
brauchen wir 23.000 Grundwehrdiener?
Darabos: Wir sind im Katastropheneinsatz ganz stark, die Republik und vor allem die Men-
schen der Republik sind dann auch für das Bundesheer, wenn es um diese Katastrophen-
einsätze geht. Wir können über 10.000 Mann jederzeit bereitstellen. Das Bundesheer ist
eben eine Einsatzorganisation. Wir sind ja froh, wenn wir nicht im Katastropheneinsatz
zum Einsatz kommen müssen. Das heißt, es gibt keine Katastrophen, aber wenn es Katas-
trophen in Österreich gibt, können wir 10 000 Mann bringen und mit einem Berufsheer
wäre das in dieser Form nicht möglich, außer man verdoppelt die Kosten und da würde
ich mir auch die Diskussion in Österreich anschauen, wenn wir statt 2,1 Milliarden Euro
vier Milliarden Euro für das österreichische Bundesheer ausgeben müssen.
Ein effektives Heer ist plötzlich nicht mehr zeitgemäß?
Mit einem Schlag soll dieses effektive Heer nicht mehr zeitgemäß sein? Warum eigent-
lich? Nun, wir sehen in der Ankündigung der Abschaffung der Wehrpflicht lediglich einen
billigen Wahlkampftrick der SPÖ. Dieser fiel nämlich dem Wiener Bürgermeister knapp
vor der Wien-Wahl 2010 ein, um eine drohende Niederlage abzuwenden. Genützt hat es
aber gar nichts, denn die SPÖ verlor in Wien mit Pauken und Trompeten ihre absolute
Mehrheit.
Und wie es aussieht, soll die Abschaffung der Wehrpflicht auch ein Wahlkampfzuckerl für
die heurigen Nationalratswahl sein. Darabos ist ein treuer Diener seiner Herren Häupl
und Faymann. Allerdings hat er übersehen, dass ihn diese mit dem Befehl zur „Abschaff-
ung der Wehrpflicht“ zum politischen Wendehals der Nation abgestempelt haben.
*****
2013-01-08
Kein verfrühter Aprilscherz
Screen: diepresse.com
Weiterlesen unter …..
„SPÖ Wien kämpft mit „Punsch-O-Mobil“ für Berufsheer“ Wenn dies nicht in einer seriösen und
ernstzunehmenden Zeitung wie „Die Presse“ stehen würde, könnte man diese Meldung für
einen verfrühten Aprilscherz halten.
Mit Alkohol für ein Heer werben ist keine neue Errungenschaft. Schon im 18. Jahrhundert
wurden Rekruten angeworben, indem man sie betrunken machte. Am nächsten Tag folgte
dann das schlimme Erwachen. So wird es auch vielen Österreicher(innen) ergehen, wenn sich
die SPÖ mit dem Berufsheer am 20. Jänner 2013 durchsetzt.
Denn der Rest vom Schützenfest – der dann verbleibt – wird kaum seine Aufgaben erfüllen
können. Interessant ist auch, dass ausgerechnet jene, die jetzt Leerläufe und Ausbildungs-
mängel kritisieren, es sind, die das Heer immer wieder für aufgabenfremde Zwecke, vom
Christbaumtransport über Pistentreten bis zum Telefondienst für Licht ins Dunkel anfordern.
SPÖ-Sauftour von den Steuerzahler(innen) finanziert
Aber zurück zur erstaunlichen Alkohol-Werbeaktion der SPÖ und des Verteidigungsministers.
Offenbar hat es bei Zivildiener Norbert Darabos schon geklingelt, dass ihm nüchtern wohl
kaum ein logisch denkender Mensch seine Argumente für die Abschaffung der allgemeinen
Wehrpflicht abnimmt.
Zu diesem Schluss kommen wir deshalb, weil es abnormal ist mit Alkohol für seine polit-
ischen Ziele zu werben. Es sei denn, dass Darabos die Österreicher(innen) allgemein für
Alkoholiker(innen) hält. Zu dieser Erkenntnis könnte der Wehrdienstverweigerer deshalb
gekommen sein, residiert doch am Rathausplatz ein etwas beleibter Herr unter dem Motto:
„Man bringe den Spritzwein“.
Unter diesem Aspekt wäre es auch nicht ratsam, die Alkohol-Werbetour vom Wiener Rat-
haus aus zu starten. Möglicherweise käme man mit dem Auftanken des „Punsch-O-Mobil“
nicht nach. Jedenfalls ist diese – von den Steuerzahler(innen) finanzierte – mobile Sauf-
tour ein Niveau-Barometer der SPÖ. Und da scheint der Zeiger auf der Skala bereits ziem-
lich weit unten angekommen zu sein.
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2012-11-27
Offiziersgesellschaft ist für die verfassungsmäßige Meinungsfreiheit
Leidtragender der politischen Diskussion ist das Österreichische Bundesheer. Dies hat nun
wohl in Österreich bis hin zum Jungwähler beinahe jeder erkannt. Hat sich ein Heer, das mit
einem Minimalbudget von 0,6 % des BIP immer alle Aufträge zur vollsten Zufriedenheit der
Österreicher erfüllt hat, das verdient?
Nachdem auch erkannt wurde, dass eine kleinformatige Tageszeitung eine Kampagne für
ein Berufsheer führt, beginnt nun Minister Darabos, nach den Rekruten, auch seinen General-
stabschef Entacher und die älteren Offiziere zu diskreditieren. Das Wort Reformverweigerer
ist häufig zu hören. Weiß denn der Herr Minister überhaupt, dass diese Offiziere das Heer
seit 1993 bereits mehrfach reformiert haben.
Das Heer wurde immer wieder verkleinert und mit verschiedenen Ministern wurden dabei
auch gleich die Spitzenpositionen umgefärbt. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass alle
Spitzenfunktionen, bis hinunter zu einem Bataillonskommandanten, auf fünf Jahre alleinig
durch den Minister bestellt werden.
Bestellt durch den Primat der Politik werden diese Spitzen allerdings oft zu willigen Erfüll-
ungsgehilfen, nicht so der Generalstabschef. Er bleibt seiner Einstellung, und was noch
wichtiger ist, seiner Erfahrung und der Verfassung treu. Was ist also falsch daran, wenn
General Entacher und andere Offiziere von ihrem verfassungsmäßigen Grundrecht der
Meinungsfreiheit Gebrauch machen und die in der Verfassung verankerte Wehrpflicht
hochhalten wollen?
Aus Erfahrung weiß der Generalstabschef, dass es vor allem Nato-Staaten sind, die Berufs-
heere haben und diese in gefährliche Einsätze schicken. Aus Erfahrung weiß er, dass seit
den Erkenntnissen des Vietnamkrieges, tote Soldaten im Ausland nicht gut für die Zuhause-
gebliebenen Politiker sind.
Der Verteidigungsminister hat zwar selbst den Dienst an der Waffe verweigert, aber Berufs-
soldaten in gefährliche Einsätze, weit weg von Österreich, würde er dann schon schicken!
Nicht nur der General und viele Offiziere, auch der Bundespräsident warnt davor. Der
Bundespräsident spricht aus Erfahrung, bekleidet er doch den Dienstgrad Zugsführer. Auch
der ehemalige Bundesminister Lichal warnt in einem Interview: „Die logische Konsequenz
aus der Abschaffung der Wehrpflicht ist ein Nato-Beitritt. Das Ende der Wehrpflicht ist so-
mit der Anfang vom Ende der Neutralität“.
Dann wäre dies auch einer der letzten Nationalfeiertage, den die Österreicher(innen) feiern.
Und Österreich wäre der 22. von 27 EU-Staaten mit einer Berufsarmee und dann natürlich
auch in der NATO und auch in Afghanistan usw. Was denken die Offiziere, die ihre Heimat
verteidigen sollten, aber eine Berufsarmee fordern?
Österreich hatte nie Kolonien, die ausgebeutet wurden, Österreich handelte nie mit Sklaven
und die Österreicher stimmten auch gegen die Atomkraft, obwohl damals schon beinahe
alle EU-Staaten Atomkraftwerke hatten. Österreich braucht weiterhin Bürger mit Gewissen,
mit Zivilcourage, Österreich braucht Männer wie General Entacher.
So, wie das Recht zur Notwehr und die Pflicht zur Nothilfe, so muss für die Österreicher-
(innen) auch die freie Meinungsäußerung und das Wehrrecht erhalten bleiben. Die
Offiziersgesellschaft spricht sich für die Wehrpflicht und für die Erhaltung des Zivildienstes
aus. Weil sich beides bewährt hat. (Quelle: APA/OTS)
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2012-10-27
FP-NÖ fordert Grenzsicherung durch Berufssoldaten
Auf unseren Beitrag „Eiserner Vorhang statt Sicherheitsgipfel“ erfolgte prompt eine politische
Reaktion. Der freiheitliche Klubobmann im NÖ-Landtag, Gottfried Waldhäusl, bezeichnete
den Sicherheitsmaßnahmenplan von Landeshauptmann Pröll als inhaltslos.
Als gefährlich bezeichnete der freiheitliche Klubobmann darüber hinaus, dass die VP-NÖ
versuche, die Niederösterreichische Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, eine, die es aber
nicht gibt. „Wenn Pröll von einem Aufstocken des Polizei-Personals spricht, bedeutet das in
Wirklichkeit, dass man Polizisten in einem Gebiet abzieht, um sie in einem anderen Gebiet
einzusetzen, ganz nach dem Loch auf – Loch zu – Prinzip“, meint Waldhäusl.
„Die Aktivierung von acht ehemaligen Grenzkontrollstellen bringt außer einer verbesserten
Infrastruktur für die Polizisten vor Ort keinen Deut mehr an Sicherheit“, stellt Waldhäusl fest.
„Wenn man wirklich etwas für die Sicherheit in Niederösterreich tun will, dann müssen die
Grenzen wieder dicht gemacht werden und zwar rund um die Uhr“, fordert der Klubobmann
der FPÖ-NÖ erneut und präsentiert einen erstaunlichen aber durchaus guten Vorschlag.
Das fehlende Personal für die Kontrollen an den Grenzübergängen und zur Grenzüberwach-
ung könnte mit Soldaten des Bundesheeres kompensiert werden. „Viele Berufssoldaten
kommen nach einem Auslandseinsatz zurück und werden mit dem Argument, Österreich
hätte keine Verwendung mehr für sie, in die Privatwirtschaft entlassen. Man könnte hier
zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, einerseits wären Niederösterreichs Grenzen profes-
sionell bewacht und andererseits wären nicht so viele Berufssoldaten auf Arbeitssuche“, so
Waldhäusl.
Und damit hat der FPÖ-Mann Recht. Sollten nun wieder kritische Stimmen aufkommen,
dass das Bundesheer nicht für die Grenzsicherung zuständig sei, da dies verfassungswidrig
ist, gibt es eine einfache Lösung. Man bräuchte nur diese Soldaten in den Zolldienst über-
nehmen. Was zwischen Bundesheer und Justiz, sowie Post und Polizei möglich ist, müsste
auch zwischen Bundesheer und Zoll durchführbar sein.
Auch Waldhäusl sieht in der Förderung für Alarmanlagen keine Sicherheit und bezeichnet
diese richtigerweise als Verlagerung der Kriminalität. Das hat seine Richtigkeit, denn wenn
ein Haus gesichert ist, suchen sich die Einbrecher eben ein anderes. Und alle Häuser mit
Alarmanlagen zu sichern ist Utopie und scheitert schon an den Kosten, für die finanziell
schwächer gestellte Personen nicht aufkommen können. Da macht auch keine Förderung
das Kraut fett.
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2012-10-08
Rechenprobleme bei der SPÖ
In der Diskussion um Wehrpflicht und Katastrophenschutz hat sich der Verteidigungsminister
heute die SPÖ-Abgeordnete Christine Lapp zur Verstärkung geholt. Was die Dame von sich
gibt ist in der Tat erstaunlich. Sie meint doch tatsächlich, dass die Katastrophenhilfe über-
wiegend bei den Profisoldaten liege.
„94 Prozent aller im Jahr zwangsweise einberufenen Grundwehrdiener sehen nie einen
Katastropheneinsatz aus der Nähe“, so die SPÖ-Abgeordnete. Fakt ist allerdings, dass bei
Katastrophen rund 70 Prozent der Grundwehrdiener im Einsatz waren und sind. Beim
Hochwasser 2002 waren es sogar 85 Prozent.
Eine erstaunliche Aussage von Lapp ist auch, dass entgegen mancher Behauptungen die
Anzahl der Pioniersoldaten im Modell von Norbert Darabos gleichbleibt. Da irrt Lapp
wieder gewaltig, denn da nützen auch die falschen und irreführenden Zahlenspielereien
des Verteidigungsminister nichts. Denn Fakt ist es, dass derzeit jährlich 1.800 Grundwehr-
diener bei den Pionieren eingezogen werden.
Diese würden bei Entfall der Wehrpflicht auf einmal wegfallen und übrig blieben nur
mehr 180 Berufssoldaten. Das wäre ein schwerer Schlag für den Katastrophenschutz.
Der Grund dafür ist, dass Österreich drei Pionierbataillone mit jeweils 600 Grundwehr-
dienern und jeweils 60 Berufssoldaten hat. Dreimal 60 sind 180, dreimal 600 sind 1800.
Es mag nicht überraschen, dass jemand, der mit den Grundrechenarten nicht vertraut ist,
auch mit Grundwehrdienern nicht umgehen kann. Allerdings ist es eine Tatsache, wenn
es keine Grundwehrdiener mehr gibt, bleiben nur mehr 180 Berufssoldaten bei den
Pionieren. Das müssten sogar Christine Lapp und Norbert Darabos verstehen.
Den Grundwehrdienern wird die Qualifikation abgesprochen
Interessant ist es auch, dass Christine Lapp den Grundwehrdienern die Qualifikation für
den Katastrophenschutz abspricht. Sie meint wörtlich: „Es werden Grundwehrdiener
durch Profis ersetzt, bei denen jeder Handgriff sitzt, was mehr Qualität im Ernstfall
bringt.“
Offenbar scheint es an der SPÖ-Politikerin spurlos vorbeigegangen zu sein, dass gerade
die Grundwehrdiener es waren, die bereits seit Einführung der Wehrpflicht wertvolle
Arbeit bei Katastrophen leisteten. Ihr Einsatz war für die Bevölkerung Österreichs unver-
zichtbar. Der Einzige der im Bundesheer durch einen Profi ersetzt werden sollte, wäre
der Wehrdienstverweigerer Norbert Darabos selbst.
Und für Christine Lapp haben wir einen wohlgemeinten Rat. Sie sollte sich lieber mit
der Ausrichtung des jährlichen Simmeringer Weiberballs beschäftigen, als dem Selbst-
verteidigungsminister Schützenhilfe zu leisten. Denn bei dieser kann und wird sie sich
nur bis auf die Knochen blamieren.
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2012-09-06
Allgemeine Wehrpflicht hat sich bislang bewiesen
Unser Bundesheer mit integrierter Wehrpflicht leistet seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit.
Dies wurde während der Ungarn- CSSR- und Ex-Jugoslawien-Krise, sowie in unzähligen
in- und ausländischen Katastropheneinsätzen eindrucksvoll bewiesen.
Die Unwetterkatastrophen im heurigen Jahr zeigten aufs Neue, dass deren Bewältigung nur
mit Hilfe des Österreichischen Bundesheeres möglich war. Solche Einsatzlagen zu bewältigen
war nur mit der gegenwärtigen Heeresorganisation – nämlich mit der allgemeinen Wehr-
pflicht, die eine ausreichende Mannstärke aufweist – und auch die notwendige Durchhalte-
fähigkeit aufbringen kann möglich.
Dieser Meinung war Darabos auch noch im Frühsommer 2010, als er verkündete: „Für mich
ist die Wehrpflicht in Stein gemeißelt. Mit mir als Verteidigungsminister wird es kein Ende
der Wehrpflicht geben.“ Eine genaue Begründung seiner Aussage tätigte er damals nicht.
Doch wir haben ein wenig recherchiert und ein ZIB2-Sendung ausgegraben, in der Darabos
Studiogast war. Sein Gegenüber war der ORF-Moderator Armin Wolf, welcher ihn zum
Thema Wehrpflicht befragte.
Das ZIB2-Interview vom 14. Juli 2010
Wolf: Ein anderes Thema noch – die Wehrpflicht. Außer uns haben nur noch sechs Länder
in der EU eine Wehrpflicht. Selbst Deutschland diskutiert jetzt intensiv über eine Abschaff-
ung. Warum wehren Sie sich so mit Händen und Füßen dagegen?
Darabos: Ich kann Ihnen drei Gründe nennen, in aller Kürze: Erstens Österreich ist neutral,
hat mit diesem System, mit diesem Mischsystem Grundwehrdiener, Berufssoldaten, Miliz-
system beste Erfahrungen gemacht…
Wolf: Schweden ist auch neutral.
Darabos: Ja, hat eine konservative Regierung, hat einen anderen Zugang zu diesem Thema.
Finnland ist auch neutral, hat das gleiche System wie Österreich. Zweitens: Es ist doppelt
so teuer, wenn wir die Leistungen im Katastrophenschutz und für das sind wir auch da. Die
Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich mit über 80 Prozent, dass das Bundesheer
auch im Katastrophenschutz da sein soll, da brauchen wir die Grundwehrdiener, sonst wird
es doppelt so teuer. Und drittens, das ist zwar nicht mein Ressort, das sage ich Ihnen auch
ganz offen, die Sozialdienste – die Caritas, das Rote Kreuz – würden sich sehr wundern,
wenn das Bundesheer sozusagen in eine Berufsheer umgewandelt wird, würde auch der
Zivildienst fallen, was ungefähr 200 Millionen Euro pro Jahr mehr Kosten für die sozialen
Einrichtungen bedeuten würde. Alleine diese drei Gründe sprechen dafür, dass wir bei der
jetzigen Wehrpflicht bleiben sollten.
Wolf: Aber das heißt, wir leisten uns ein Militär für Katastropheneinsätze und weil wir sonst
keine Zivildiener hätten?
Darabos: Wir leisten uns ein Heer für Katastropheneinsätze, wir leisten uns ein Heer für
Auslandseinsätze und wir leisten uns das Heer in abgespeckter Form. Es hat ja eine Bundes-
heerreform 2010 gegeben für den theoretischen Fall der Landesverteidigung, der Gottsei-
dank, nachdem wir Mitglieder der Europäischen Union sind und von lauter befreundeten
Staaten umgeben sind, dieser theoretische Fall wird ja hoffentlich nicht eintreten.
Wolf: Jetzt betonen Sie immer wieder die Katastropheneinsätze. Nun haben Sie allerdings
vor ein paar Wochen bei einer Fragestunde im Parlament Auskunft gegeben, was das
Bundesheer so leistet und haben gesagt, im letzten Jahr alleine 300.000 Arbeitsstunden im
Katastropheneinsatz. Das klingt viel, aber wenn man es durch 23.000 Grundwehrdiener im
Jahr dividiert, dann sind es genau 13 Stunden pro Jahr pro Grundwehrdiener. Dafür
brauchen wir 23.000 Grundwehrdiener?
Darabos: Wir sind im Katastropheneinsatz ganz stark, die Republik und vor allem die Men-
schen der Republik sind dann auch für das Bundesheer, wenn es um diese Katastrophen-
einsätze geht. Wir können über 10.000 Mann jederzeit bereitstellen. Das Bundesheer ist
eben eine Einsatzorganisation. Wir sind ja froh, wenn wir nicht im Katastropheneinsatz
zum Einsatz kommen müssen. Das heißt, es gibt keine Katastrophen, aber wenn es Katas-
trophen in Österreich gibt, können wir 10 000 Mann bringen und mit einem Berufsheer
wäre das in dieser Form nicht möglich, außer man verdoppelt die Kosten und da würde
ich mir auch die Diskussion in Österreich anschauen, wenn wir statt 2,1 Milliarden Euro
vier Milliarden Euro für das österreichische Bundesheer ausgeben müssen.
Screen: bundesheer.at
Jeder gesunde junge Mann sollte seinen Grundwehrdienst ableisten
Ein effektives Heer ist plötzlich nicht mehr zeitgemäß?
Mit einem Schlag soll dieses effektive Heer nicht mehr zeitgemäß sein? Warum eigentlich?
Nun, wir sehen in der Ankündigung der Abschaffung der Wehrpflicht lediglich einen billigen
Wahlkampftrick der SPÖ.
Es ist nicht zu leugnen, dass die Wehrpflicht bei zahlreichen jungen Menschen nicht sehr
beliebt ist. Wer robbt schon gerne durch den Dreck und lässt sich gerne vom Ausbildner
anschreien? Wohnen doch noch die meisten 18-Jährigen noch zu Hause bei Mutti, die ihnen
das Bett macht und das Frühstück serviert.
Klar, dass der Ortwechsel von Hotel Mama in eine Militärkaserne bei manchen Jungmännern
einen Schock auslöst. Und hier sieht die SPÖ neues Wählerpotential. Die Ankündigung der
Abschaffung der Wehrpflicht soll den Sozialisten bei der Nationalratswahl 2013 viele neue
Stimmen bringen. Und Darabos ist ein treuer Diener seiner roten Herren, wie er dies mit
seinem Wendehalsmanöver bzgl. „Wehrpflicht“ einwandfrei unter Beweis gestellt hat.
Dabei darf man Darabos gar nicht böse sein, denn in seiner Unterwürfigkeit hat er offenbar
noch gar nicht bemerkt, dass er nur ein Spielball von Faymann und Häupl ist, die sich auf
seine Kosten profilieren wollen. Mit dem befohlenen Wendehalsmanöver bzgl. „Wehrpflicht“
haben diese einen eigenen Genossen zum Lügner der Nation abgestempelt, denn wir sind
der festen Überzeugung, dass diese Aktion nicht auf seinem eigenen Mist gewachsen ist.
Dass Darabos für den Posten eines Verteidigungsministers ungeeignet ist, steht auf einem
anderen Blatt Papier.
Wenn Norbert Darabos noch einen Funken von Selbstachtung in sich trägt, nimmt er von
selbst den Hut und kehrt der SPÖ, die ihn so jämmerlich verraten hat, auf Nimmerwieder-
sehen den Rücken.
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2012-09-02
Unwetterkatastrophen zeigen Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht
Die aktuellen Unwetterkatastrophen zeigen aufs Neue, dass deren Bewältigung nur mit Hilfe
des Österreichischen Bundesheeres möglich ist. Die Natur macht den Gedankenspielereien
des Verteidigungsministers einen Strich durch die Rechnung, weil nur mit der gegenwärtigen
Heeresorganisation, nämlich mit der allgemeinen Wehrpflicht, eine ausreichende Mannstärke
besteht, die auch die notwendige Durchhaltefähigkeit aufbringen kann, um solche Einsatzlagen
zu bewältigen.
Foto: © erstaunlich.at
Dezimiertes Berufsheer ist bei Unwetterkatastrophen chancenlos!
Mit der schnellen und hervorragenden Hilfe der großteils freiwilligen Feuerwehren, deren
Mannschaften begreiflicherweise nur einige Tage zur Verfügung stehen können, sind Kata-
strophen in größerem Ausmaß nicht zur Gänze bewältigbar.
Bedauerlicherweise ist die durch unermessliches Leid geprüfte Bevölkerung nun Zeuge gegen
die Versuche des Verteidigungsministers, jenes Instrument zu ruinieren, welches unter dem
Markennamen „Schutz und Hilfe“ solche leisten kann, nämlich das Bundesheer.
Auch im Assistenzeinsatz an den Grenzen zu den ehemaligen Ostblockstaaten hatte das
Bundesheer sein Können unter Beweis gestellt. Seit dem Abzug der Truppen boomt die
Kriminalität. Kriminelle aus den östlich benachbarten EU-Ländern kommen täglich nach
Österreich und begehen Einbrüche und Raubüberfälle. Die Bevölkerung in den betroffenen
Regionen ist dem kriminellen Treiben hilflos ausgeliefert.
Der Grundsatz des Heeres „Helfen, wo andere nicht mehr können“ wird von der Wirklichkeit
unter Beweis gestellt. Die aktuelle Situation ist eine wichtige Gelegenheit für Verteidigungs-
minister Darabos, seine Gedankenwelt zu überprüfen, denn schließlich ist er auch im Herbst
2010 binnen einer Woche von einer „in Stein gemeißelten Wehrpflicht“ auf die Berufsarmee
übergesprungen, sodass er zwar nicht mit selber Schnelligkeit, aber mit hinreichender Ge-
mächlichkeit für den politischen Herbst wieder zu einer sachgerechten Verteidigungspolitik
samt allgemeiner Wehrpflicht zurückkehren könnte.
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2012-07-26
Sehr geehrte Frau Innenministerin!
Wir haben schon mehrfach über den gesetzlosen Zustand entlang des Marchufers auf öster-
reichischem Hoheitsgebiet berichtet. Egal ob am Tag oder in der Nacht, setzen Slowaken
mit Booten ans österreichische Ufer über und begehen Raubzüge. Einbrüche in der dortigen
Region etablierten Fischerhütten sind zur Tagesordnung geworden. Der Blog „Die March-
fischer“ berichtet sehr ausführlich darüber.
Im heurigen Jahr sind bereits über 50 Fischerhütten aufgebrochen worden. Letzter Einbruch
war gestern, zwischen den Gemeindegebieten Waidendorf und Dürnkrut an der March. Bei
diesem kriminellen Akt wurden gleich zwei Hütten aufgebrochen und leergeräumt.
Ein besonders eklatanter Fall ereignete sich erst am 13.Juli 2012. Da wurde direkt am
gegenüberliegendem Marchufer (Entfernung ca. 50 Meter) mit schweren vollautomatischen
Waffen geschossen. Offenbar diente diese Übung einer Funktionskontrolle der Waffen,
welche slowakische Einbrecher mit sich führen. Im Beitrag (LINK) haben wir darüber
berichtet. Der Vorfall ist aktenkundig.
Wir haben nun einige Recherchen angestellt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekom-
men. Alle Einbrüche werden bei der Polizei unter einem Einbruch als „gewerblich“ geführt.
Dies dient offenbar dazu, die Kriminalstatistik zu schönen.
Für die Überwachung von 91 Flusskilometer sind monatlich 2 mal 3 Stunden genehmigt.
Das wäre ungefähr vergleichbar, wenn jemand mit einer 5 Liter Gießkanne die Sahara be-
wässern wollte.
Vor dem Abzug des Bundesheeres waren in der Region 160 Polizisten und 150 Soldaten mit
der Überwachung der Staatsgrenze (verläuft in der Flussmitte) beauftragt. Heute sind es
genau 34 Polizisten, denen aber auch zahlreiche andere Tätigkeiten – beispielsweise Über-
wachung der Abfallwirtschaftsgesetzes etc. – aufgetragen wurden. Tatsächlicher Ist-Stand
am Polizeiposten Dürnkrut sind 18 Mann und am Posten Marchegg 16 Beamte.
Dass es für 34 Beamte – denen noch dazu jede Menge andere Aufgaben übertragen wur-
den – unmöglich ist 91 Flusskilometer überwachen zu können, wird jedermann(frau)
einleuchten. Und so sieht es in der Region auch aus. Es herrscht ein absolutes Sicherheits-
defizit.
Wie wir auch in Erfahrung bringen konnten, ist die Gründung einer Bürgerwehr geplant,
da der Staat eindeutig unter Beweis gestellt hat, dass er die Sicherheit seiner Bürger(in-
nen) in dieser Region nicht mehr gewährleistet.
Die Gründung einer Bürgerwehr in einem demokratischen Rechtstaat sollte den verant-
wortlichen Politiker(innen) zu denken geben. Es ist nämlich ein Armutszeugnis für einen
Rechtsstaat, wenn Bürger(innen) solche Maßnahmen ergreifen wollen und offenbar müs-
sen, da der Staat nicht mehr seiner Verpflichtung nachkommt, die Sicherheit seiner
Bevölkerung zu gewährleisten.
Dass es unter Umständen auch zu schweren Eskalationen kommen kann ist nicht aus-
zuschließen. Unsere Frage lautet nun dahingehend, was gedenken Sie zu tun um in der
betroffenen Region wieder Recht und Ordnung herstellen zu lassen. In Erwartung Ihrer
geschätzten Antwort zeichnen wir
mit freundlichen Grüßen
Die Redaktion von
www.erstaunlich.at
Anmerkung der Redaktion
An der Tagesordnung: Krimineller Slowake auf Raubzug in Österreich
Obiges Schreiben haben wir heute an die Innenministerin, Mag. Johanna Mikl Leitner,
gemailt. Wir sind schon sehr gespannt, wie die Antwort ausfallen wird. Zusätzlich haben
wir uns an die FPÖ gewendet und um Unterstützung ersucht. Der Nationalratsabgeord-
nete Christian Höbart versicherte uns, die Angelegenheit einer parlamentarischen
Initiative zuzuführen.
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2012-07-19
UPDATE um 18:00 Uhr
Wie wir eben aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, wurde gestern der Fährmann
der Fähre Angern, die auf der March zwischen Österreich und der Slowakei ver-
kehrt, von Slowaken überfallen. Die Beute der Kriminellen betrug zirka 1.000,- Euro.
Der Überfall fand kurz vor Betriebsschluss um 22:00 Uhr statt. Erstaunlich ist, dass
über diesen nichts in den großen Medien zu lesen ist.
Offenbar sind die Fischerhütten schon alle ausgeraubt oder deren Besitzer lassen
keine verwertbaren Gegenstände mehr in diesen. Jedenfalls hat es den Anschein,
dass das kriminelle Gesindel ihre geschäftlichen Tätigkeiten bereits ins Landesinnere
verlagert.
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2012-07-19